Tödlicher Unfall auf Weide: Experten erklären Verhaltensregeln im Umgang mit Rindern
In der Steiermark ist am Freitag ein 46-jähriger Landwirt auf einer Weide in Buch-St. Magdalena im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld ums Leben gekommen. Laut Polizei dürfte er der Spurenlage nach von einer Rinderherde tödlich verletzt worden sein – der genaue Hergang ist noch nicht abschließend geklärt.
Der Vorfall hat die Diskussion über Sicherheit auf Almen und im Umgang mit Weidetieren neu entfacht. Experten erläutern, worauf Wanderer und Tierhalter achten sollten.
Abstand halten als wichtigste Regel
Anton Hafellner, Obmann des steirischen Almwirtschaftsvereins, nennt Abstand halten als oberstes Gebot im Umgang mit Rindern. Rinder seien nicht immer richtig einzuschätzen, so Hafellner. Stiere hätten ein eigenes Wesen, und Mutterkühe verfügten gegenüber neugeborenen Kälbern über einen extremen Schutzinstinkt. Hafellner betont, dass auch Tierbesitzer von Kühen attackiert werden können.
Konkrete Empfehlungen für Wanderer
Hafellner rät, grundsätzlich auf dem Wanderweg zu bleiben. Ist dies nicht möglich, sollte man einen großen Bogen um die Herde machen und die Tiere dabei stets im Blick behalten. Wenn Rinder aufstehen, sich bewegen und auf eine Person zugehen, empfiehlt er, die Weide zügig zu verlassen. Im Ernstfall kann laut Hafellner ein Schlag mit dem Wanderstock auf die Nase der Tiere abschreckend wirken.
Aufklärung statt Versicherungspflicht
Landwirtschaftskammerpräsident Andreas Steinegger steht einer Haftpflichtversicherung für durch Kühe verursachte Unfallkosten skeptisch gegenüber. Er setzt stattdessen auf Aufklärung über die Einhaltung von Verhaltensregeln auf den Almen.








