Im Kreisverkehr zwischen Traiskirchen und Pfaffstätten im Bezirk Baden ist am Samstag, den 29. August 2026, ein Traktorgespann mit zwei voll beladenen Anhängern umgekippt. Das Gespann war bei der vorgezogenen Weinlese im Einsatz. Ein Anhänger kippte seitlich um, der zweite geriet in Schieflage. Dabei landete rund eine Tonne frisch geerntete Weintrauben im Straßengraben. Verletzt wurde niemand.
Einsatz auf der Landesstraße bei Pfaffstätten
Die Feuerwehr wurde kurz vor 14.30 Uhr alarmiert. Zunächst unterstützten die Einsatzkräfte die Polizei bei der Absicherung der stark befahrenen Landesstraße. Die Einsatzleitung lag bei Thomas Steiner von der Freiwilligen Feuerwehr Pfaffstätten.
Der in Schieflage geratene Anhänger wurde mit Seilwinden gesichert. Der umgekippte Anhänger wurde ebenfalls mithilfe von Seilwinden wieder aufgestellt. Die Traubenladung des zweiten Anhängers musste verteilt und gesichert werden, damit das Gespann stabil blieb.
Die rund eine Tonne verschütteter Trauben wurde händisch mit Schaufeln auf einen Ersatzanhänger umgeladen. Nach der anschließenden Reinigung der Fahrbahn war der Einsatz nach knapp zwei Stunden beendet. Der Winzer konnte seine Fahrt mit dem Traktorgespann danach fortsetzen.
Frühe Weinlese wegen anhaltender Hitze
Die Weinlese begann heuer in manchen Regionen aufgrund der anhaltenden Hitze der vergangenen Wochen besonders früh. Grundsätzlich richtet sich der Erntezeitpunkt in Weinbaugebieten nach dem Reifegrad der Trauben, der von Temperatur, Sonneneinstrahlung und Niederschlag abhängt. Bei hohen Temperaturen reifen Trauben schneller, wodurch sich die Lese zeitlich nach vorne verschieben kann.
Transporte von frisch geernteten Trauben erfolgen in der Praxis häufig mit Traktorgespannen und Anhängern, die zwischen Weinbergen und Kellereien pendeln. Solche Gespanne können bei voller Beladung ein erhebliches Gewicht erreichen, was insbesondere bei engen Kurven, Kreisverkehren oder unebenen Fahrbahnen eine besondere Herausforderung für die Stabilität darstellt. Bei vergleichbaren Vorfällen übernehmen Feuerwehren üblicherweise sowohl die Absicherung der Unfallstelle im Straßenverkehr als auch die technische Bergung von Fahrzeugen und Ladung, etwa mithilfe von Seilwinden oder anderem hydraulischem Gerät.







