Trockenheit setzt Gemüsebauern in Vorarlberg unter Druck
In Vorarlberg fehlt seit Wochen ergiebiger Regen. Bei anhaltend hohen Temperaturen spitzt sich die Lage in weiten Teilen des Landes zu – mit spürbaren Folgen für die Landwirtschaft.
Die Landwirtschaftskammer Vorarlberg bestätigt, dass Wiesen und Felder je nach Standort bereits braun und vertrocknet sind. Der niederschlagsarme Winter hat die Wasserspeicher nicht ausreichend gefüllt, der Grundwasserspiegel sinkt.
Bewässerung reicht vielerorts nicht aus
Julia Baumgartner, die in Dornbirn Gemüsebau betreibt, setzt täglich erhebliche Ressourcen für die Bewässerung ein: Jeden Vormittag ist auf ihren Feldern eine Person ausschließlich damit beschäftigt. Trotzdem verdorren Teile der Kulturen. Pflanzenbauexperte Christian Meusburger von der Landwirtschaftskammer Vorarlberg berichtet zudem von Hitzeschäden an Kulturen bei anderen Betrieben, die trotz ausreichender Bewässerung aufgetreten sind.
Auch Kartoffeln, die normalerweise nicht bewässert werden müssen, sind inzwischen auf künstliche Wasserzufuhr angewiesen. Die Pflanzen zeigen bereits Vergilbungen. Die Anschaffung einer Bewässerungsanlage ist mit Kosten ab rund 10.000 Euro verbunden.
Keine Lebensmittelknappheit erwartet
Die Landwirtschaftskammer Vorarlberg geht derzeit nicht von einer Lebensmittelverknappung aus. Das tatsächliche Ausmaß möglicher Ernteausfälle lässt sich nach Einschätzung der Kammer erst im Herbst abschätzen.








