Der Wiener Gesundheitsverbund hat am Montag in einer Aussendung Bilanz zur Terminbuchung für Ambulanzen über die Gesundheitshotline 1450 gezogen. Seit Juli 2025 können Ersttermine in Ambulanzen des Gesundheitsverbunds über die Hotline vereinbart werden. Bisher wurden auf diesem Weg 52.269 Ersttermine gebucht. Im laufenden Jahr 2026 waren es im Schnitt knapp 4.000 Termine pro Monat.
Deutlicher Anteil an der Klinik Donaustadt
Wie stark das Angebot inzwischen genutzt wird, zeigt sich besonders an der Klinik Donaustadt. Dort laufen derzeit rund 43 Prozent aller Terminbuchungen über die Hotline 1450. Die Terminvereinbarung ist derzeit in rund 225 Ambulanzen des Wiener Gesundheitsverbunds möglich.
Voraussetzung für eine Buchung ist eine ärztliche Überweisung. Bei einem Anruf bei 1450 wird anhand der jeweiligen Diagnose ein Termin in einer passenden Klinik-Ambulanz vereinbart. Die Informationen zum gebuchten Termin erhalten Patientinnen und Patienten anschließend per SMS oder E-Mail. Die telefonische Terminvereinbarung ist an Werktagen zwischen 8.00 und 20.00 Uhr möglich. Seit Mai besteht zudem die Möglichkeit, online einen Rückruf zur Terminvereinbarung anzufordern.
Michael Binder, Medizinischer Direktor des Gesundheitsverbundes, äußerte sich im Zusammenhang mit den veröffentlichten Zahlen zu dem Angebot.
Zentrale Anlaufstelle für die Terminorganisation
Die Gesundheitshotline 1450 ist grundsätzlich als telefonische Erstanlaufstelle im österreichischen Gesundheitswesen konzipiert. Sie dient unter anderem der medizinischen Ersteinschätzung und der Orientierung, welche Versorgungsebene bei gesundheitlichen Anliegen sinnvoll ist. Die Einbindung der Terminvergabe für Ambulanzen erweitert dieses Aufgabenfeld um eine organisatorische Komponente: Statt sich direkt an eine einzelne Klinik zu wenden, können Patientinnen und Patienten mit einer ärztlichen Überweisung zentral einen Termin vereinbaren lassen.
Für Spitalsambulanzen bedeutet eine zentrale Terminsteuerung üblicherweise eine bessere Planbarkeit des Patientenaufkommens. Wenn Ersttermine gebündelt über eine Stelle vergeben werden, lässt sich der zu erwartende Andrang auf einzelne Ambulanzen genauer abschätzen als bei rein individuellen Anmeldungen. Gleichzeitig profitieren Patientinnen und Patienten davon, dass ihnen anhand der Diagnose gezielt eine passende Ambulanz zugewiesen werden kann, ohne dass sie selbst recherchieren müssen, welche Klinik für ihr Anliegen zuständig ist.
Digitale Ergänzung durch Rückrufoption
Mit der seit Mai bestehenden Möglichkeit, online einen Rückruf zur Terminvereinbarung anzufordern, wurde der telefonische Buchungsweg um eine digitale Option ergänzt. Solche Rückrufsysteme sind bei telefonischen Serviceangeboten ein gängiges Mittel, um Wartezeiten in der Warteschleife zu vermeiden und Anfragen dennoch strukturiert abzuarbeiten. Nutzerinnen und Nutzer hinterlegen dabei ihr Anliegen und ihre Erreichbarkeit, während die eigentliche Terminvereinbarung weiterhin im telefonischen Gespräch erfolgt.
Die begleitende Zustellung der Termininformationen per SMS oder E-Mail folgt einem in vielen Verwaltungs- und Gesundheitsdiensten üblichen Prinzip: Nach einer telefonischen Vereinbarung erhalten Betroffene eine schriftliche Bestätigung, die als Nachweis und Gedächtnisstütze dient und Missverständnisse über Zeitpunkt oder Ort des Termins reduzieren soll.








