Der Großeinsatz der Polizei rund um das UEFA-Supercup-Finale in Salzburg dürfte die Landespolizeidirektion nach Angaben aus dem Umfeld der Behörde mindestens 500.000 Euro kosten. Das Finale zwischen Paris Saint-Germain und Aston Villa fand am Mittwoch statt und zog rund 30.000 Fußball-Fans in die Stadt. Laut Polizei verlief die Großveranstaltung ohne gröbere Vorfälle.
Hunderte Beamte und Spezialeinheiten im Einsatz
Bereits seit Dienstag waren hunderte Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. Zum Sicherheitsaufgebot gehörten die Landesverkehrsabteilung, die Einsatzeinheit, die Schnelle Interventionsgruppe, die Bereitschaftseinheit sowie die Cobra. Ergänzt wurde der Einsatz durch Polizeihubschrauber, Drohnen und die polizeiliche Drohnenabwehr. Da die Kräfte aus Salzburg allein nicht ausreichten, wurden zusätzlich Polizistinnen und Polizisten aus Kärnten, Tirol, Oberösterreich, Niederösterreich und Wien angefordert.
Aus Sicherheitsgründen wurde der Rudolfskai in der Nacht gesperrt. Nach dem Spiel strömten hunderte Fans an den Rudolfskai, um dort weiterzufeiern, weshalb der Bereich für mehrere Stunden abgesperrt blieb. Laut Polizei kam es dabei zu keinen Ausschreitungen oder Problemen.
Abrechnung nach gesetzlich festgelegten Tarifen
Die Kosten für den Einsatz muss die Salzburger Polizei selbst tragen. Die Tarife dafür sind im Sicherheitspolizeigesetz geregelt: Ein Beamter oder eine Beamtin kostet demnach je angefangene halbe Stunde 13 Euro, ein Fahrzeug schlägt mit 13 Euro pro Stunde zu Buche. Deutlich teurer ist der Einsatz des Polizeihubschraubers inklusive Besatzung, der pro Minute mit 53 Euro veranschlagt wird. Landespolizeidirektor Bernhard Rausch erklärte, dass die Kosten aus dem laufenden Budget der Landespolizeidirektion Salzburg gedeckt werden müssen.
Finanzierung von Großeinsätzen im Sicherheitsbereich
Grundsätzlich sind Polizeieinsätze bei Großveranstaltungen mit einem erheblichen Personal- und Materialaufwand verbunden. Neben den regulären Streifenkräften kommen bei sicherheitsrelevanten Anlässen häufig Spezialeinheiten sowie technische Mittel wie Hubschrauber oder Drohnen zum Einsatz, um das Geschehen aus der Luft zu überwachen und im Bedarfsfall rasch eingreifen zu können. Bei überregionalen Veranstaltungen werden zusätzlich Kräfte aus anderen Bundesländern angefordert, wenn die örtlichen Ressourcen für die Dauer eines Einsatzes nicht ausreichen.
Die Kosten für solche Einsätze werden in Österreich nach festen gesetzlichen Sätzen berechnet, die im Sicherheitspolizeigesetz festgelegt sind. Diese Tarife gelten unabhängig vom Anlass und bilden die Grundlage für die Abrechnung von Personal- und Fahrzeugeinsätzen sowie von Spezialgeräten wie Polizeihubschraubern. Welche Institution die entstehenden Kosten letztlich trägt, hängt von der Art der Veranstaltung und den jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen ab. Bei sportlichen Großereignissen mit internationaler Beteiligung fällt der Sicherheitsaufwand in der Regel höher aus als bei regionalen Veranstaltungen, da mit einem größeren Zustrom an Besucherinnen und Besuchern sowie einem erhöhten medialen Interesse zu rechnen ist. Landespolizeidirektionen müssen solche außergewöhnlichen Ausgaben regelmäßig aus ihrem laufenden Budget bestreiten, was in der Folge Auswirkungen auf andere Bereiche der polizeilichen Arbeit haben kann.







