Beim Freibacher Stausee in der Gemeinde Gallizien im Bezirk Völkermarkt ist am Samstag eine 25 Jahre alte Urlauberin aus Ungarn schwer verunglückt. Die Frau war gegen 15.50 Uhr an einem beim Stausee angebrachten Schwingseil unterwegs, als sie aus rund vier Metern Höhe auf den Rücken stürzte. Sie blieb im Uferbereich liegen und wurde schließlich mit dem Rettungshubschrauber RK1 in das Klinikum Klagenfurt geflogen.
Sturz aus vier Metern Höhe am Ufer
Die 25-Jährige nutzte das Schwingseil am Freibacher Stausee, als sie aus einer Höhe von etwa vier Metern zu Boden stürzte. Sie landete auf dem Rücken im Uferbereich und erlitt bei dem Sturz schwere Verletzungen.
Ihr Lebensgefährte war zum Zeitpunkt des Unfalls vor Ort und leistete umgehend Erste Hilfe. Er verständigte anschließend die Einsatzkräfte. Nach dem Eintreffen der Rettungskräfte wurde die verletzte Frau erstversorgt. Aufgrund der Schwere der Verletzungen kam der Rettungshubschrauber RK1 zum Einsatz, der die Urlauberin ins Klinikum Klagenfurt brachte.
Schwingseile als beliebte, aber nicht risikofreie Freizeiteinrichtung
Schwingseile, die an Bäumen oder Gestellen über dem Wasser angebracht sind, gehören an vielen Badeseen zu den beliebten Freizeitattraktionen, insbesondere in den Sommermonaten. Sie ermöglichen einen Schwung über das Wasser mit anschließendem Sprung oder Loslassen aus der Luft. Grundsätzlich hängt das Verletzungsrisiko bei solchen Konstruktionen stark von Faktoren wie der Absprunghöhe, der Wassertiefe, dem Zustand des Seils sowie der individuellen Körperhaltung beim Loslassen ab. Kommt es zu einem unkontrollierten Sturz oder verfehlt eine Person die Wasserfläche, können bereits Fallhöhen von wenigen Metern zu schweren Verletzungen führen, etwa an der Wirbelsäule oder am Kopf.
Bei Badeunfällen im Uferbereich ist die rasche Erstversorgung durch anwesende Personen üblicherweise von großer Bedeutung, bis professionelle Rettungskräfte eintreffen. In ländlichen oder abgelegenen Gebieten wie an vielen Stauseen kommt aus diesem Grund häufig der Rettungshubschrauber zum Einsatz, da er im Vergleich zum bodengebundenen Rettungsdienst eine schnellere Anbindung an ein Krankenhaus mit entsprechender medizinischer Ausstattung ermöglicht. Schwer verletzte Patientinnen und Patienten werden dabei in der Regel in Kliniken mit Abteilungen für Unfallchirurgie oder Intensivmedizin gebracht, wie es beim Klinikum Klagenfurt der Fall ist.
Hinweis zur Faktenprüfung
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