Ein 59-jähriger Mann aus Niederösterreich und sein 37-jähriger Sohn sind am Sonntag bei einem Verkehrsunfall auf der Katschberg Straße (B99) verletzt worden. Die beiden waren gegen 13.15 Uhr mit einem dreirädrigen Kleinkraftrad in Richtung Seeboden unterwegs, der Sohn saß auf dem Sozius. Der Lenker wurde mit dem Rettungshubschrauber RK1 in das Klinikum Klagenfurt geflogen, sein Sohn kam mit der Rettung in das Krankenhaus Spittal/Drau.
Fahrzeug geriet in Kurve ins Schleudern
Der Unfall ereignete sich in einer langgezogenen Linkskurve. Dort touchierte das Kleinkraftrad rechts den Randstein sowie die Leitplanke und geriet daraufhin ins Schleudern. Beide Männer rutschten mit dem Fahrzeug rund 70 Meter weit entlang der Leitschiene mit.
Bei einem Anprall verlor der Lenker seinen Sturzhelm. Kurz bevor das Kleinkraftrad zum Stillstand kam, fielen Vater und Sohn auf die Fahrbahn. Beide wurden verletzt und noch am Unfallort erstversorgt, ehe sie in die beiden Krankenhäuser gebracht wurden. Am Fahrzeug selbst entstand nach Angaben der Polizei lediglich leichter Sachschaden.
Schutzausrüstung bei Zweirädern und Trikes
Bei Unfällen mit motorisierten Zweirädern oder dreirädrigen Kleinkrafträdern zählt der Sturzhelm grundsätzlich zu den wichtigsten Schutzelementen für Lenker und Mitfahrer. Anders als bei Pkw-Insassen, die durch Karosserie, Gurt und Airbag geschützt sind, sind Personen auf solchen Fahrzeugen bei einem Sturz oder Anprall unmittelbarer den auftretenden Kräften ausgesetzt. Löst sich ein Helm bei einem Zusammenstoß, etwa durch den Aufprall auf ein Hindernis, entfällt dieser Schutz für den restlichen Sturzvorgang.
Leitplanken entlang von Straßen wie der Katschberg Straße dienen in erster Linie dazu, Fahrzeuge davon abzuhalten, von der Fahrbahn abzukommen oder in den Gegenverkehr beziehungsweise ins Bankett zu geraten. Für einspurige oder leichte mehrspurige Fahrzeuge können Leitschienen bei einer direkten Berührung jedoch selbst zur Gefahr werden, da sie im Gegensatz zu Pkw keine schützende Knautschzone bieten und Fahrzeug wie Insassen bei seitlichem Kontakt leicht aus der Spur geraten können.
Rettungskette bei Verkehrsunfällen im ländlichen Raum
In ländlichen Regionen wie dem Bezirk Spittal an der Drau kommen bei schwereren Verkehrsunfällen häufig sowohl bodengebundene Rettungsmittel als auch Rettungshubschrauber zum Einsatz. Der Hubschraubertransport ermöglicht eine rasche Verlegung in ein Krankenhaus mit entsprechender Fachversorgung, etwa in ein Klinikum mit erweiterten Behandlungsmöglichkeiten, während weniger schwer verletzte Personen üblicherweise mit dem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht werden. Welche Versorgungseinrichtung im Einzelfall gewählt wird, hängt von der Einschätzung der Einsatzkräfte vor Ort ab.







