VCÖ-Umfrage: Mehrheit der Tiroler Radfahrenden sieht Verbesserungsbedarf
Rund 300 Radfahrerinnen und Radfahrer haben im Mai und Juni 76 Tiroler Gemeinden und Städte nach 21 Kriterien bewertet. Die Ergebnisse der VCÖ-Umfrage wurden am Freitag veröffentlicht.
Nur 31 Prozent der Befragten halten ihre Gemeinde für radfahrfreundlich. 69 Prozent sehen Verbesserungsbedarf.
Infrastruktur und Sicherheit bemängelt
Lediglich 29 Prozent bewerten die Rad-Infrastruktur in ihrer Gemeinde als gut und sicher. 54 Prozent beurteilen den Zustand der Radwege als schlecht oder sehr schlecht. Zwei Drittel der Befragten vermissen ausreichend Radabstellplätze, drei Viertel sehen Bahnhöfe und Haltestellen nicht gut mit dem Fahrrad erreichbar.
Nur 31 Prozent erleben das Radfahren im Ort als sicher. 80 Prozent kritisieren zu geringe Sicherheitsabstände beim Überholen durch Autos, 73 Prozent sehen das Tempo des Kfz-Verkehrs als Problem. Besonders niedrig fällt die Bewertung beim Thema Kinder aus: Lediglich 15 Prozent halten ihre Gemeinde für kinderfreundlich in Bezug auf das Radfahren.
Positive Einzelbewertungen
Positiver fällt die Einschätzung bei der Alltagstauglichkeit aus: 74 Prozent der Befragten gaben an, wichtige Alltagsziele seien gut oder sehr gut mit dem Fahrrad erreichbar. Mehr als die Hälfte zeigte sich mit der Öffnung von Einbahnen für den Radverkehr in beide Richtungen zufrieden.
VCÖ fordert Ausbau
Der VCÖ fordert auf Basis der Ergebnisse mehr Platz für den Radverkehr sowie einen stärkeren Ausbau von Tempo-30-Zonen. Die Umfrageergebnisse sollen den teilnehmenden Gemeinden und Städten zur Verfügung gestellt werden.








