Die Hauptfeuerwache Villach musste am Donnerstagabend innerhalb von nur 45 Minuten zu vier verschiedenen Einsätzen ausrücken. Die Alarmierungen reichten von einem Kellerbrand in einem Pensionistenheim über einen Fehlalarm in einer Innenstadtwohnung bis hin zu einem Unterstützungseinsatz für die Rettung und der Bergung einer Katze von einem Baum.
Vier Alarmierungen Schlag auf Schlag
Der erste Einsatz führte die Feuerwehr in ein Pensionistenheim in Villach. Dort waren Speisen angebrannt, wodurch die Brandmeldeanlage ausgelöst wurde. Verletzt wurde bei diesem Vorfall niemand, die Einsatzkräfte konnten den Brand rasch löschen.
Noch während dieses ersten Einsatzes ging eine weitere Alarmierung ein. In einer Wohnung in der Innenstadt hatte ein Heimrauchmelder angeschlagen. Die Bewohner waren zu diesem Zeitpunkt nicht zuhause. Ein Feuerwehrmann stieg über eine Leiter auf den Balkon der Wohnung und gelangte durch die offene Balkontüre ins Innere. Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen Fehlalarm. Die Einsatzkräfte demontierten den Rauchmelder.
Noch bevor dieser zweite Einsatz beendet war, folgte die dritte Alarmierung. Im Stadtteil Lind wurde die Feuerwehr zur Unterstützung der Rettung angefordert. Der vierte Einsatz führte die Wehrleute schließlich in den Stadtteil Fellach. Dort saß eine Katze in etwa sieben Metern Höhe auf einem Baum fest. Der 18 Monate alte Kater namens Nacho wurde mithilfe der Drehleiter geborgen und anschließend seiner Besitzerin übergeben.
Brandmeldeanlagen in Pflegeeinrichtungen
Pensionisten- und Pflegeheime verfügen üblicherweise über automatische Brandmeldeanlagen, die bereits auf geringe Rauchentwicklung reagieren. Angebrannte Speisen in Küchen oder Aufenthaltsräumen können solche Anlagen auslösen, ohne dass ein tatsächlicher Brand mit offenen Flammen entsteht. Gerade in Einrichtungen mit älteren oder eingeschränkt mobilen Bewohnern ist eine schnelle Reaktion der Feuerwehr wichtig, da im Ernstfall eine rasche Räumung deutlich aufwendiger ist als in gewöhnlichen Wohngebäuden. Aus diesem Grund rücken Einsatzkräfte bei einem Alarm aus solchen Objekten grundsätzlich mit höherer Priorität an, auch wenn sich die Lage – wie in diesem Fall – rasch als vergleichsweise harmlos herausstellt.
Zugang bei abwesenden Bewohnern
Schlägt ein Rauchmelder in einer Wohnung an, deren Bewohner nicht erreichbar sind, steht die Feuerwehr grundsätzlich vor der Aufgabe, sich Zugang zu verschaffen, ohne unnötigen Schaden anzurichten. Üblicherweise wird zunächst geprüft, ob ein Fenster, eine Balkontüre oder ein anderer Zugang offensteht, bevor als letztes Mittel eine Tür gewaltsam geöffnet wird. Der Einsatz einer Leiter zum Balkon ist dabei eine gängige Methode, um in eine Wohnung zu gelangen, ohne die Eingangstür beschädigen zu müssen. Stellt sich anschließend ein Fehlalarm heraus, wird der betroffene Rauchmelder häufig direkt vor Ort überprüft oder demontiert, um weitere Fehlalarme zu vermeiden.
Tierrettungen als Teil des Feuerwehralltags
Einsätze zur Rettung von Tieren aus großer Höhe gehören zum regelmäßigen Aufgabenspektrum der Feuerwehr. Katzen, die auf Bäume geklettert sind, finden oft nicht selbstständig den Weg zurück nach unten, insbesondere wenn die Höhe mehrere Meter beträgt. In solchen Fällen kommt häufig die Drehleiter zum Einsatz, mit der sich auch größere Höhen sicher überbrücken lassen. Nach der Rettung wird das Tier in der Regel unmittelbar an seine Besitzer übergeben, sofern diese vor Ort sind oder ermittelt werden können.








