Vorarlberger Rettungseinheit SARUV strebt Aufnahme in EU-Katastrophenschutzmechanismus an
Die Search and Rescue Unit Vorarlberg (SARUV) will bis 2028 in den EU-Katastrophenschutzmechanismus aufgenommen werden. EU-Kommissar Magnus Brunner besuchte am Montag die Einsatzzentrale der Einheit in Rankweil.
SARUV wurde im November 2001 gegründet und feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Die ehrenamtlich organisierte Einheit umfasst 30 bis 40 Personen und vereint Einsatzkräfte der Feuerwehr, Hundeführer der Bergrettung mit Suchhunden sowie Notärzte des Roten Kreuzes.
UN-zertifiziert und international im Einsatz
Im Jahr 2011 wurde SARUV als erstes ehrenamtliches Such- und Rettungsteam Österreichs nach UN-Standards zertifiziert. Die Einheit ist in der Lage, innerhalb von vier Stunden zu internationalen Hilfseinsätzen auszurücken. Zuletzt war SARUV 2023 nach den schweren Erdbeben in der Türkei im Einsatz.
Wenn ein betroffenes Land nach einer Katastrophe die EU um Hilfe ersucht, wird das SARUV-Team vom Innenministerium alarmiert. Die Entsendung erfolgt nach Freigabe durch die Bürgermeisterin und den Landeshauptmann. Kommandant der Feuerwehr Rankweil und SARUV-Mitglied ist Markus Mayr.
Europäische Mittel für Katastrophenschutz
Magnus Brunner verwies beim Besuch in Rankweil darauf, dass europaweit mehr als zehn Milliarden Euro für Katastrophenschutz und Krisenvorsorge für die kommenden Jahre vorgesehen sind. Die angestrebte Aufnahme von SARUV in den EU-Katastrophenschutzmechanismus soll bis 2028 abgeschlossen sein.








