Trockenheit belastet Wälder in Oberösterreich
Die anhaltende Trockenheit macht den Wäldern in Oberösterreich zu schaffen. Der Waldboden ist deutlich zu trocken, junge Triebe haben Schwierigkeiten, sich zu entfalten, und die Bäume wachsen weniger stark als gewohnt. Land- und Forstwirte warten dringend auf ergiebige Niederschläge.
Die derzeit in Oberösterreich niedergehenden Regenschauer werden die Lage nach Einschätzung von Experten nicht entschärfen. Für eine Erholung der Wälder seien mindestens 50 bis 60 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, verteilt auf mehrere Tage, erforderlich.
Schädlingsbefall bisher überschaubar
Befürchtungen, die trockene Wetterphase könnte Schädlingen wie dem Borkenkäfer besonders zugutekommen, haben sich bislang nicht bewahrheitet. Der Schädlingsbefall bleibt derzeit überschaubar. Christian Rottensteiner von der Landwirtschaftskammer Oberösterreich weist jedoch darauf hin, dass je nach Witterung in den kommenden Wochen und Monaten noch erhebliche Schadholzmengen anfallen könnten.
Jungpflanzen besonders gefährdet
Besonders empfindlich auf den Wassermangel reagieren junge Forstpflanzen, die im Herbst oder Frühling gepflanzt wurden. Sie haben einen erhöhten Wasserbedarf und gelten als anfälliger. Bei Aufforstungen werden hohe Ausfälle befürchtet. Traditionelle Nadelhölzer verzeichnen gebremste Wachstumsraten, während die Douglasie als resistenter gilt und Hitze besser verträgt.







