Waldbrand bei St. Egyden unter Kontrolle – 64 Hektar Föhrenwald betroffen

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Ein Waldbrand im Föhrenwald bei St. Egyden am Steinfeld im Bezirk Neunkirchen ist nach Angaben der Feuerwehr unter Kontrolle. Rund 64 Hektar Wald waren betroffen. Der Großbrand war am Freitagmittag ausgebrochen und wurde gegen 18.00 Uhr desselben Tages unter Kontrolle gebracht. Am Samstagnachmittag bestätigte Patrik Lechner vom Bezirksfeuerwehrkommando Neunkirchen, dass der Brand unter Kontrolle sei.

Rund 250 Menschen mussten am Freitag ihre Häuser verlassen, konnten aber noch am selben Abend zurückkehren. Die Katastralgemeinde Neusiedl am Steinfeld wurde kurzzeitig evakuiert.

Flammen bis zum Gartenzaun

Die Flammen reichten laut Anrainer Helmut Walenta bis zum Gartenzaun. Er berichtete, dass eine Windänderung verhinderte, dass Häuser Feuer fingen. Die Feuerwehr bezog Löschwasser teilweise aus privaten Swimmingpools der Anrainer. Aufgrund der Trockenheit der vergangenen Wochen wurde Löschwasser laut Feuerwehr knapp.

Am Freitag standen mehr als 830 Feuerwehrmitglieder sowie elf Hubschrauber im Einsatz. Fünf Einsatzkräfte mussten vor Ort medizinisch versorgt werden, vier Mitglieder wurden laut Bezirkskommando leicht verletzt. Am Samstag waren noch rund 250 Feuerwehrleute mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Bereits zweiter Großbrand im selben Waldgebiet

Es handelt sich innerhalb kurzer Zeit bereits um den zweiten Großbrand im Föhrenwald. In der Vorwoche hatte sich dort ein Feuer auf rund 100 Hektar ausgedehnt. Dieser Brand war am Mittwochnachmittag ausgebrochen, hunderte Feuerwehrleute standen im Einsatz. Erst am Sonntagabend konnte „Brand aus“ gegeben werden.

Herausforderungen bei Waldbränden in Trockenperioden

Waldbrände stellen Einsatzkräfte bei anhaltender Trockenheit grundsätzlich vor besondere Herausforderungen. Die Löschwasserversorgung ist in ländlichen Waldgebieten oft nicht über ein durchgängiges Leitungsnetz gesichert, weshalb bei Bedarf auf natürliche oder private Wasserquellen wie Teiche, Brunnen oder Swimmingpools zurückgegriffen wird. Bei ausgedehnten Trockenperioden sinken zudem die Pegel von Bächen und Löschteichen, sodass die Versorgung mit Löschwasser zusätzlich erschwert wird.

Der Einsatz von Hubschraubern gehört bei größeren Waldbränden vielerorts zum Standardrepertoire, insbesondere wenn unwegsames Gelände den Zugang für Fahrzeuge erschwert. Löschhubschrauber können Wasser aus der Luft direkt über den Brandherden abwerfen und so auch schwer zugängliche Bereiche erreichen, während Bodentrupps parallel an der Brandbekämpfung und der Sicherung von Gebäuden arbeiten.

Evakuierungen von Anrainern werden bei Waldbränden in der Regel dann angeordnet, wenn sich Rauch- oder Feuerentwicklung in Richtung bewohnter Gebiete verlagern. Solche Maßnahmen dienen vorrangig dem Schutz der Bevölkerung und werden aufgehoben, sobald die Einsatzleitung die Gefahr für die betroffenen Ortschaften als gebannt einstuft. Nach der eigentlichen Brandbekämpfung folgen üblicherweise Nachlöscharbeiten, bei denen Glutnester in Böden und Wurzeln aufgespürt und abgelöscht werden, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.