In Hintergöriach im Lungau ist Donnerstagabend in steilem und unwegsamem Gelände ein Waldbrand ausgebrochen. Rund 80 Einsatzkräfte stiegen zu Fuß auf, um gegen die Flammen vorzugehen, die eine Fläche von etwa 350 Quadratmetern betrafen. Ein Hubschraubereinsatz war aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse nicht möglich.
Freitagfrüh brach in Göriach, in unmittelbarer Nähe zum Brandherd vom Vorabend, erneut ein Waldbrand aus. Die Feuerwehr ist inzwischen wieder im Einsatz.
Waldbrand in schwierigem Gelände bekämpft
Der Brand in Hintergöriach betraf zwei voneinander getrennte Brandstellen. Dort standen der Waldboden sowie mehrere Wurzelstöcke in Flammen. Weil ein Löschangriff aus der Luft wegen der Witterung nicht durchführbar war, wurde die Drohneneinheit des Bezirks Pongau angefordert, um die Lage aus der Luft zu erkunden.
Die Bodentrupps rückten mit Löschrucksäcken, Schanzwerkzeug und spezieller Waldbrandausrüstung vor und begannen unmittelbar mit der Brandbekämpfung im steilen Gelände. Gegen 22.30 Uhr konnte Brand aus gegeben werden. Im Anschluss wurde die betroffene Fläche mit einer Drohne und einer Wärmebildkamera aus der Luft kontrolliert. Bei dieser ersten Kontrolle wurden keine weiteren Glutnester festgestellt.
Am Freitag musste der Einsatz dennoch fortgesetzt werden, nachdem in Göriach, nahe der ursprünglichen Brandstelle, ein neuerlicher Waldbrand ausgebrochen war. Die Feuerwehr ist derzeit erneut vor Ort im Einsatz.
Wie Einsatzkräfte bei Waldbränden in unwegsamem Gelände vorgehen
Waldbrände in steilem oder schwer zugänglichem Terrain stellen Einsatzkräfte grundsätzlich vor besondere Herausforderungen. Fahrzeuge können solche Bereiche häufig nicht erreichen, weshalb Löschmannschaften die betroffenen Flächen oft zu Fuß erreichen müssen. Dabei kommt spezielle, tragbare Ausrüstung wie Löschrucksäcke, Schanzwerkzeug und Handwerkzeuge zum Einsatz, mit denen sich Glutnester direkt am Boden sowie in Wurzelstöcken gezielt bekämpfen lassen.
Üblicherweise wird bei Waldbränden auch die Unterstützung aus der Luft geprüft, etwa durch Löschhubschrauber, die Wasser über der Brandfläche abwerfen. Solche Einsätze sind jedoch stark von den Wetterbedingungen abhängig. Starker Wind, geringe Sichtweiten oder Gewitter können einen Flugeinsatz verhindern oder deutlich erschweren. In solchen Fällen kann die Lageerkundung durch Drohnen eine wichtige Ergänzung darstellen, da sie unabhängig von den Einschränkungen eines bemannten Hubschraubereinsatzes eingesetzt werden können.
Nach der eigentlichen Brandbekämpfung ist die Kontrolle der betroffenen Fläche ein zentraler Bestandteil des Einsatzes. Mit Wärmebildkameras lassen sich verborgene Glutnester aufspüren, die mit bloßem Auge nicht erkennbar wären. Solche Nachkontrollen dienen dazu, ein erneutes Aufflammen des Feuers frühzeitig zu erkennen. Dennoch kann es vorkommen, dass Glutnester zunächst unentdeckt bleiben oder sich in der Umgebung neue Brandherde bilden, insbesondere wenn trockene Vegetation und schwer einsehbares Gelände zusammenkommen.
Bedeutung von Drohnen im Feuerwehreinsatz
Drohneneinheiten werden bei Feuerwehren zunehmend als ergänzendes Hilfsmittel eingesetzt, insbesondere wenn klassische Luftunterstützung durch Hubschrauber nicht zur Verfügung steht. Mit Kameras und Wärmebildtechnik ausgestattete Drohnen ermöglichen eine rasche Übersicht über unübersichtliches oder schwer zugängliches Gelände, ohne dass Einsatzkräfte selbst in gefährliche Bereiche vordringen müssen. Sie kommen sowohl während eines laufenden Einsatzes zur Lagebeurteilung als auch im Anschluss zur Kontrolle der Brandfläche zum Einsatz. In Bezirken mit entsprechend ausgebildeten Teams stehen solche Einheiten den Feuerwehren im Bedarfsfall zur Unterstützung zur Verfügung.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.







