Mehrere Gemeinden in Niederösterreich rufen zum Wassersparen auf
In Niederösterreich appellieren derzeit mehrere Gemeinden an die Bevölkerung, sparsam mit Trinkwasser umzugehen. Hintergrund sind Einschränkungen bei der Versorgung durch die Wiener Hochquellenleitung, von denen einzelne Kommunen im Umland von Wien betroffen sind.
Pressbaum und Laab im Walde betroffen
Wiener Wasser hat die Einspeisung über die II. Wiener Hochquellenleitung für die Gemeinde Pressbaum eingestellt. Bürgermeister Josef Rothensteiner (ÖVP) erklärte, dass die Gemeinde derzeit stattdessen von der EVN mit Wasser versorgt wird. Norbert Klicha, stellvertretender Betriebsvorstand von Wiener Wasser, verwies auf die Notwendigkeit der Risikominimierung für die Wiener Wasserbevölkerung und bestätigte, dass die Versorgung der Umlandgemeinden im Rahmen bestehender Verträge erfolge.
Auch in Laab im Walde wurde die Einspeisung über die Wiener Hochquellenleitung zwischenzeitlich unterbrochen. Die Unterbrechung dauerte nach Angaben von Bürgermeister Peter Klar rund 24 Stunden. Mittlerweile ist die Versorgung der Gemeinde wieder sichergestellt.
Entnahmeverbot in Weinzierl am Walde
In Weinzierl am Walde gilt seit Kurzem ein Verbot, Wasser aus dem Ortsnetz für Zwecke wie Rasensprengen oder Autowaschen zu entnehmen. Die Regelung wurde per ortspolizeilicher Verordnung erlassen und betrifft mehrere Katastralgemeinden. Bei Verstößen gegen das Verbot drohen Strafen.
In Altlengbach setzt man dagegen weiterhin auf Appelle an die Bevölkerung. Bürgermeister Michael Göschelbauer (ÖVP) erklärte, dass diese Aufrufe ausreichend seien und bereits Wirkung zeigten.
St. Pölten sieht Versorgung gesichert
Der Magistrat St. Pölten betonte, dass die Trinkwasserversorgung trotz Hitze und Trockenheit gewährleistet sei. Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) rief die Bevölkerung dennoch dazu auf, bewusst mit Trinkwasser umzugehen und Verschwendung zu vermeiden.
Martin Angelmaier, Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft des Landes Niederösterreich, erklärte gegenüber der APA, dass Gemeinden und Großversorger die Trinkwasserversorgung derzeit aufrechterhalten können. Er betonte zugleich, dass die Sparappelle der Gemeinden ernst genommen werden müssten, um die Versorgungssicherheit weiterhin zu gewährleisten.







