Wasserrettung warnt vor Missachtung von Sturmwarnungen an oberösterreichischen Seen
Die Wasserrettung Oberösterreich ruft Wassersportlerinnen und Wassersportler dazu auf, Wetterwarnungen ernst zu nehmen. Hintergrund sind wiederholte Rettungseinsätze an den Seen des Landes, bei denen Beteiligte plötzlich aufkommenden Wind unterschätzt hatten.
Österreichweit sind in diesem Sommer bereits 25 Menschen beim Baden ums Leben gekommen.
Zehn Einsätze in Traunkirchen
Die Wasserrettung Traunkirchen musste in den vergangenen Wochen zehnmal ausrücken. In diesen Fällen hatten Wassersportler den Wetterbericht nicht ernst genommen und eine Sturmwarnung ignoriert. Betroffen waren unter anderem Stand-up-Paddler, Segler und Nutzer von Elektrobooten, die von plötzlich auftretendem Wind überrascht wurden.
Peter Mittendorfer von der Wasserrettung schildert ein typisches Szenario: Häufig leihen Menschen ein Elektroboot aus, um von Gmunden nach Ebensee zu fahren. Bei der Rückfahrt würden sie dann vom Wind überrascht. Viele Wassersportler ignorierten die Sturmwarnung und wüssten laut Mittendorfer auch nicht, was ein Blinken am See bedeute. Dieses Signal zeige an, dass auf schnellstem Weg zum Ufer zurückgekehrt werden solle.
Regeln beim Stand-up-Paddeln oft missachtet
Auch beim Stand-up-Paddeln würden Wind und Wetter häufig unterschätzt, so Mittendorfer. Zudem würden geltende Regeln oft missachtet. Rechtlich werde ein Stand-up-Board wie ein Ruderfahrzeug behandelt. Kinder dürften solche Boards ohne Aufsicht nicht benutzen. Mittendorfer weist zudem darauf hin, dass Stand-up-Paddler teils ohne Schwimmweste unterwegs seien.








