Die geplante Eventhalle im Stadtteil St. Marx ist noch nicht als Bauvorhaben eingereicht worden. Das erläuterte Finanzstadträtin Barbara Novak (SPÖ) am Mittwoch im Gemeinderat. Das Projekt, das offiziell Wien-Holding-Arena heißt, befindet sich demnach weiterhin in der Vorbereitungsphase.
Die künftige Veranstaltungslocation soll auf einer Fläche neben der bestehenden Marx-Halle, der früheren Rinderhalle, entstehen. Das Areal liegt seit Jahren brach.
Novak: Noch kein einreichungsfähiger Status
Novak stellte im Gemeinderat klar: „Wir sind noch nicht in einem einreichungsfähigen Status für dieses Projekt.“ Die technischen, architektonischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen würden derzeit vereinbart. Eine Baubewilligung liege noch nicht vor. Dazu sagte die Finanzstadträtin: „Und von einer Baubewilligung sind wir doch noch ein Stück entfernt.“
Zum jetzigen Zeitpunkt sei noch keine Zahlung an den Errichter erfolgt. Eine solche werde es laut Novak erst ab dem Zeitpunkt der Baubewilligung geben. Die Finanzstadträtin ging nicht davon aus, dass das Projekt für die Stadt teurer wird als geplant. „Ich schließe das aus“, sagte Novak. Dieser Punkt sei „Teil der Nachverhandlungen“, wie sie weiter ausführte. Zu einem möglichen Termin für das erste Konzert in der neuen Halle wollte Novak keine Vermutungen anstellen. Sie betonte jedoch, dass sich an den bisher genannten Zahlen ihres Wissens nichts geändert habe.
Novak verwies zudem darauf, dass in der Zwischenzeit die Wiener Stadthalle zur Verfügung stehe. Diese habe beim Song Contest erneut bewiesen, dass sie auch für Großveranstaltungen gut geeignet sei.
Wiens ÖVP-Chef Markus Figl äußerte sich kritisch zum aktuellen Stand des Projekts. „Kein einreichungsfähiger Status, keine Baubewilligung und kein absehbarer Fertigstellungstermin sind eine ernüchternde Bilanz“, konstatierte Figl.
Von der Ankündigung bis zur Vergabe an CTS Eventim
Die neue Eventhalle für St. Marx war bereits 2019 avisiert worden. Damals ging man noch von einer Eröffnung im Jahr 2024 aus. In der Folge kam es zu einem Bieter- und einem Gerichtsverfahren. Ein ursprünglich an eine andere Firma vergebener Zuschlag wurde für nichtig erklärt. In weiterer Folge kam der Unterhaltungskonzern CTS Eventim zum Zug, der gemeinsam mit der Stadt 2024 die Pläne für das Projekt präsentierte.
Das Gebäude soll nach aktuellem Stand 2030 eröffnet werden und über eine Kapazität von bis zu 20.000 Besucherinnen und Besuchern verfügen. Die Arena ist als Austragungsort für Popkonzerte, Sportbewerbe und Messen konzipiert.
Der Gemeinderat brachte im Vorjahr die Finanzierung auf Schiene und gewährte einen Rahmen von rund 215 Millionen Euro. Die Gesamtkosten werden sich laut Projektbetreiber auf rund 500 Millionen Euro belaufen. Berichten des „Standard“ zufolge kursieren inzwischen auch neue Renderings zu dem Vorhaben.
Verfahren bei Großbauprojekten in Wien
Bei Bauvorhaben dieser Größenordnung ist die formelle Einreichung eines Projekts üblicherweise nur der letzte Schritt eines längeren Abstimmungsprozesses. Zuvor werden regelmäßig technische Detailplanungen, architektonische Konzepte sowie wirtschaftliche und vertragliche Rahmenbedingungen zwischen den beteiligten Partnern verhandelt. Erst wenn diese Grundlagen feststehen, kann ein Bauvorhaben bei den zuständigen Behörden zur Prüfung eingereicht werden.
Bei größeren Infrastrukturprojekten kann zudem die Frage relevant werden, ob ein Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig ist. Ein solches Verfahren dient grundsätzlich dazu, mögliche Auswirkungen eines Bauvorhabens auf Umwelt und Anrainer im Vorfeld zu bewerten, und kann je nach Ausgestaltung eines Projekts zusätzliche Zeit in Anspruch nehmen. Erst nach Abschluss aller erforderlichen Prüfungen und Genehmigungen kann eine Baubewilligung erteilt werden, an die bei öffentlich mitfinanzierten Projekten häufig auch der Beginn vertraglich vereinbarter Zahlungen geknüpft ist.
Großveranstaltungshallen wie die geplante Arena in St. Marx sind in der Regel auf ein breites Nutzungsspektrum ausgelegt, das von Konzerten über Sportveran





