Wiener Imker trotz Trockenheit mit gutem Honigjahr zufrieden

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Wiens Imkerinnen und Imker blicken auf ein zufriedenstellendes Honigjahr zurück. Trotz Trockenheit fiel der Ertrag im Jahr 2026 gut aus, wie der Wiener Landesverband für Bienenzucht mitteilte. In der Stadt sind rund 800 Imkerinnen und Imker aktiv, die zusammen etwa 5.000 Bienenvölker betreuen.

Gute Bilanz trotz trockener Witterung

Das Bienenjahr endete im Juni 2026. Präsident Kurt Krottendorfer vom Landesverband für Bienenzucht zieht für diesen Zeitraum eine positive Bilanz. Im Frühjahr habe passendes Wetter für die Bienen geherrscht, was sich auf den Ertrag ausgewirkt habe. Besonders Akazie und Kastanie hätten 2026 sehr gut Honig geliefert, obwohl die Trockenheit den Bienen insgesamt zu schaffen machte.

Christian Trattner, Leiter der Imkerschule Wien, ordnet die Entwicklung ebenfalls ein. Die Imkerschule wird vom Wiener Landesverband für Bienenzucht betrieben und befindet sich im Donaupark. Am 12. September findet dort ein Schnuppertag statt, bei dem Interessierte einen Einblick in die Imkerei erhalten können.

Neue EU-Regeln für die Etikettierung von Honig

Seit Mitte Juni 2026 gilt eine neue EU-Verordnung zur Kennzeichnung von Honig. Sie betrifft insbesondere Honigmischungen aus mehreren Ländern. Bislang musste auf dem Etikett lediglich vermerkt werden, ob ein Produkt aus der EU stammt oder nicht. Nun müssen bei Mischungen alle Ursprungsländer einzeln aufgeführt werden, zusätzlich mit ihrem jeweiligen Prozentanteil an der Gesamtmischung.

Diese Änderung betrifft vor allem im Handel erhältliche Honigmischungen aus unterschiedlichen Herkunftsländern. Für Wiener Imkerinnen und Imker, die ihren Honig überwiegend aus eigener, regionaler Produktion anbieten, ergeben sich daraus keine unmittelbaren neuen Kennzeichnungspflichten im Sinne von Länderanteilen, da es sich in der Regel nicht um Mischprodukte aus verschiedenen Herkunftsländern handelt.

Hintergrund zur Kennzeichnung von Lebensmitteln

Grundsätzlich dienen Herkunftsangaben auf Lebensmitteln dazu, Verbraucherinnen und Verbrauchern eine informierte Kaufentscheidung zu ermöglichen. Bei zusammengesetzten Produkten wie Honigmischungen aus mehreren Ländern war die Herkunft bislang oft nur eingeschränkt nachvollziehbar, da lediglich zwischen EU- und Nicht-EU-Herkunft unterschieden wurde. Eine detailliertere Auflistung der Ursprungsländer samt Mengenanteilen soll für mehr Transparenz sorgen und ermöglicht es Käuferinnen und Käufern, gezielter nachzuvollziehen, aus welchen Regionen ein Produkt tatsächlich stammt.

Der Ertrag eines Bienenjahres hängt maßgeblich von der Witterung während der Blütezeiten ab. Bienen sind bei der Nektarsuche auf ausreichend Feuchtigkeit in Böden und Pflanzen angewiesen, während gleichzeitig trockenes und mildes Flugwetter die Sammeltätigkeit begünstigt. Ein günstiges Zusammenspiel dieser Faktoren im Frühjahr kann demnach auch dann zu guten Erträgen führen, wenn spätere Trockenperioden die Bedingungen erschweren. Pflanzen wie Akazie und Kastanie gelten als wichtige Trachtquellen für Imkereien in Mitteleuropa und tragen in ertragreichen Jahren erheblich zur Honigmenge bei.

Imkerschulen wie jene im Wiener Donaupark vermitteln praktisches und theoretisches Wissen rund um Bienenhaltung, Schwarmverhalten, Krankheitsprävention und Honiggewinnung. Schnuppertage richten sich üblicherweise an Personen, die noch keine Erfahrung mit der Imkerei haben, aber einen ersten Einblick in die Tätigkeit gewinnen möchten.

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