Die Wiener Linien haben am Montag angekündigt, dass im Herbst 2026 mehrere Baustellen zu Einschränkungen im öffentlichen Verkehr in Wien führen werden. Gleichzeitig ist die U3 seit Montag wieder regulär unterwegs, die großen Sommerbaustellen der Wiener Linien sind abgeschlossen. Nach eigenen Angaben handelt es sich bei den nun anstehenden Arbeiten um die letzte Etappe der Gleis-Modernisierung.
Gleiserneuerung in Floridsdorf und Umleitungen bei mehreren Linien
Ab 8. September 2026 werden auf der Donaufelder Straße in Floridsdorf 1.100 Meter Gleise erneuert. Von den Bauarbeiten betroffen sind die Straßenbahnlinien 25, 26 und 27. Sie können bis Ende des Jahres 2026 nicht zwischen Josef-Baumann-Gasse und Floridsdorf verkehren. Als Ersatz ist in diesem Abschnitt die Buslinie 26E zwischen Floridsdorf und Josef-Baumann-Gasse im Einsatz. Für den Auto- und Busverkehr ist die Durchfahrt im Baustellenbereich nur aus Richtung Floridsdorf in Richtung Josef-Baumann-Gasse möglich.
Die Linie 49 wird von 21. September bis 31. Oktober 2026 eingestellt, da in dieser Zeit die Gleisanlagen in der Huglgasse und der Märzstraße erneuert werden. Von 28. September bis Mitte November 2026 fährt zudem die Linie D nur auf zwei Teilstrecken: zwischen Nußdorf und Augasse sowie zwischen Börse und Absberggasse. Die Linie 1 wird ab 27. Oktober bis Mitte Dezember 2026 von der Knöllgasse zum Reumannplatz umgeleitet und verkehrt in diesem Zeitraum nicht zwischen Knöllgasse und Stefan-Fadinger-Platz.
Auch die U6 ist von Bauarbeiten betroffen. Die Station Neue Donau wird saniert. Von 14. September bis voraussichtlich Ende 2026 halten die Züge der U6 in Fahrtrichtung Floridsdorf nicht an dieser Station. In Fahrtrichtung Siebenhirten wird die Station Neue Donau hingegen weiterhin bedient. Die Wiener Linien weisen darauf hin, dass die Bauarbeiten diesmal vor allem, aber nicht ausschließlich in Floridsdorf stattfinden. Die Arbeiten an der Station Neue Donau sollen 2027 auf der gegenüberliegenden Bahnsteigseite fortgesetzt werden.
Gleismodernisierung als wiederkehrende Aufgabe im Schienennetz
Grundsätzlich unterliegen Straßenbahn- und U-Bahn-Gleise durch die dauerhafte Beanspruchung im Betrieb einem kontinuierlichen Verschleiß. Schienen, Weichen und der Unterbau müssen in regelmäßigen Abständen erneuert werden, um einen sicheren und störungsfreien Fahrbetrieb zu gewährleisten. Solche Erneuerungsarbeiten lassen sich in der Regel nicht bei laufendem Betrieb durchführen, weshalb Streckenabschnitte für die Dauer der Bauarbeiten gesperrt oder eingeschränkt befahrbar sind.
Bei größeren Vorhaben werden Bauphasen häufig über mehrere Jahre gestaffelt, etwa indem zunächst eine Bahnsteigseite oder ein Streckenabschnitt bearbeitet wird und weitere Abschnitte in einer späteren Etappe folgen. Dieses Vorgehen soll die Beeinträchtigungen für Fahrgäste zeitlich begrenzen und den Baustellenbetrieb technisch besser steuerbar machen.
Für die Zeit von Streckensperrungen wird bei Straßenbahnlinien üblicherweise auf Schienenersatzverkehr mit Bussen zurückgegriffen, um die Anbindung der betroffenen Gebiete aufrechtzuerhalten. Auch bei U-Bahn-Sanierungen kommt es vor, dass einzelne Stationen in eine Fahrtrichtung nicht bedient werden, während der Betrieb in die Gegenrichtung unverändert weiterläuft. Solche baubedingten Einschränkungen betreffen naturgemäß vor allem Anrainer und Pendler in den jeweiligen Stadtteilen, in diesem Fall insbesondere in Floridsdorf und angrenzenden Gebieten Wiens.







