38-jähriger Wiener am Hochkönig-Massiv aus Absturzgefahr gerettet
Ein 38-jähriger Mann aus Wien ist in der Nacht auf Donnerstag vom Hochkönig-Massiv im Pongau gerettet worden. An dem Einsatz waren Hubschrauberteams von Polizei und ÖAMTC sowie ein Bergrettungsteam beteiligt.
Der Wiener war am Mittwochfrüh in Bischofshofen in Richtung Hochkönig aufgebrochen und erreichte gegen 16.30 Uhr das Matrashaus auf dem Gipfel. Nach einer kurzen Rast setzte er den Abstieg in Richtung Werfen fort. Beim Floßkogel geriet er bei Einbruch der Dunkelheit in unwegsames Gelände und verstieg sich beim sogenannten Schoberschartl, wo er in Absturzgefahr geriet.
Notruf und Rettungseinsatz
Der Mann setzte mit seinem Mobiltelefon einen Notruf ab. Zu diesem Zeitpunkt nahm die Gewittergefahr im zentralen Pongau bereits zu, über dem Hochkönigmassiv häuften sich Blitze und Donner. Die Flugpolizei schickte einen nachtflugtauglichen Spezialhubschrauber ins Gebirge, dessen Team die genaue Position des Wieners ermittelte.
Um 21.45 Uhr übernahm die Bergrettung Werfen den Einsatz. Acht Männer der Bergrettung stiegen auf, eine aufziehende Gewitterfront erschwerte die Rettungsaktion beträchtlich. Die Besatzung des nachtflugtauglichen Rettungshubschraubers Christophorus 14 aus Niederöblarn wurde daraufhin um Unterstützung gebeten. Der Crew gelang schließlich die Bergung des Mannes mit der auf dem Helikopter montierten Stahlseilwinde.
Der 38-Jährige wurde unverletzt ins Tal geflogen. Das Bergrettungsteam kehrte zu Fuß zurück. Der Einsatz endete gegen 1.00 Uhr morgens.
Kritik an Tourenplanung
Gerhard Kremser, Bezirksleiter der Bergrettung im Pongau, kritisierte die Tourenplanung und Ausrüstung des Mannes als mangelhaft. Die Hochkönigrunde erfordere viel Zeit und Ausdauer und sei an einem Tag nur sehr schwer zu bewältigen, so Kremser. Für den Abend seien zudem heftige Unwetter angekündigt gewesen. Einsatzleiter der Bergrettung Werfen war Sepp Oppeneiger.
Betroffene müssen die Kosten für Rettungseinsätze grundsätzlich selbst tragen. Eine Fördermitgliedschaft bei der Bergrettung kostet für eine Familie im gemeinsamen Haushalt 38 Euro pro Jahr.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.




