Wiener S-Bahn-Stammstrecke ab 7. September 2026 für 14 Monate gesperrt – 250.000 Fahrgäste täglich betroffen

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Die S-Bahn-Stammstrecke zwischen Praterstern und Hauptbahnhof ist ab dem 7. September 2026 für 14 Monate gesperrt. Betroffen ist einer der am stärksten frequentierten Schienenabschnitte Wiens, den nach Angaben der ÖBB täglich rund 250.000 Menschen nutzen. Auf der Strecke verkehren üblicherweise 700 Züge pro Tag.

Gleichzeitig endet die bisherige nördliche Sperre zwischen Praterstern und Floridsdorf. Die einmonatige Totalsperre in diesem Abschnitt lief mit dem Ende der Sommerferien aus.

Vorgezogener Start der Hauptsperre

Die nun beginnende Sperre zwischen Praterstern und Hauptbahnhof war ursprünglich für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen. Wegen eines Kabelbrandes in einem Stellwerk Mitte August wurde der Abschnitt bereits früher gesperrt als ursprünglich geplant.

Im gesperrten Bereich sollen die Viadukte komplett abgerissen und neu errichtet werden. Zusätzlich werden die Bahnsteige verlängert, um künftig längere Züge abfertigen zu können. Die Haltestellen Rennweg und Quartier Belvedere werden im Zuge der Arbeiten modernisiert. Insgesamt wird die gesamte Schieneninfrastruktur im Abschnitt zwischen Praterstern und Hauptbahnhof erneuert.

Ersatzverkehr und Ausweichrouten

Für die Dauer der Sperre wird zwischen den U-Bahn-Stationen Meidling und Längenfeldgasse ein Shuttlebus eingerichtet. Die Intervalle der U-Bahn-Linien U1, U2, U4 und U6 werden verdichtet, um zusätzliche Fahrgäste aufzunehmen. Die Straßenbahnlinien O, 18 und 62 werden umgeleitet beziehungsweise verstärkt geführt.

Der Flughafen Wien ist während der Sperre über zwei Wege erreichbar: mit der S-Bahn über den Hauptbahnhof sowie mit der S7 ab St. Marx. Der City Airport Train bietet zusätzlich Ersatzbusse ab Wien Mitte an. Der Vienna Airport Bus fährt in dieser Zeit zusätzlich auch vom Praterstern und vom Karlsplatz ab.

Für Fahrgäste mit ÖBB-Tickets gelten während der Sperre bestimmte Linien der Wiener Linien als Ersatz: Dazu zählen die U1 zwischen Hauptbahnhof beziehungsweise Südtiroler Platz und Praterstern sowie die Straßenbahnlinie O und die Linie 18, mit der Möglichkeit der Weiterfahrt mit der U2 bis Praterstern. Das Klimaticket gilt weiterhin uneingeschränkt für alle öffentlichen Verkehrsmittel.

Zusätzliche Sperre auf der S80

Parallel zur Sperre der Stammstrecke ist ab Montag auch die S80 zwischen Meidling und Hütteldorf betroffen. Dieser Abschnitt bleibt bis Ende 2027 gesperrt. Als Ersatz verkehren dort Busse im 15-Minuten-Takt.

Entschädigung und Kündigungsmöglichkeiten

Laut Schienen-Control besteht während der Sperre kein grundsätzliches Recht auf Entschädigung. Fahrgäste, die nachweisen können, dass sie auf die gesperrte Bahnverbindung angewiesen sind, können ihre Jahreskarte unter Umständen jedoch außerordentlich kündigen oder einen anteiligen Betrag zurückfordern.

Baumaßnahmen an stark belasteten Bahnhöfen

Grundsätzlich zählen Streckensperrungen dieser Art zu den umfangreichsten Eingriffen im innerstädtischen Schienennetz. Arbeiten an Viadukten und Bahnsteigen erfordern in der Regel eine vollständige Unterbrechung des Zugverkehrs, da tragende Bauteile ausgetauscht werden müssen. Eine Verlängerung von Bahnsteigen dient üblicherweise dazu, künftig längere Zugkompositionen mit einer höheren Sitzplatzkapazität einsetzen zu können.

Bei stark frequentierten Verkehrsknoten wie der Wiener Stammstrecke wird der Ausfall einer zentralen Verbindung typischerweise durch eine Kombination mehrerer Maßnahmen kompensiert. Dazu gehören verdichtete Intervalle bei parallel verlaufenden U-Bahn-Linien, zusätzliche Buslinien sowie angepasste Tarifregelungen, damit Fahrgäste bestehende Tickets auch auf alternativen Linien nutzen können. Solche Vorkehrungen sollen die Auswirkungen auf den Pendlerverkehr über die gesamte Bauzeit hinweg abfedern.