Wiener Straßenbahnlinie 18 fährt jetzt vom Hauptbahnhof durch den Prater bis zum Handelskai

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Die Wiener Straßenbahnlinie 18 ist seit Samstag, dem 5. September 2026, auf einer verlängerten Strecke unterwegs. Statt wie bisher bei der U3-Station Schlachthausgasse zu enden, führt die Linie nun durch den Prater bis zum Handelskai. Damit erhält der Osten Wiens eine neue durchgehende Straßenbahnverbindung, die mehrere Stadtteile und Verkehrsknotenpunkte direkt miteinander verbindet.

Neue Streckenführung durch den Prater

Auf dem verlängerten Abschnitt bedient die Linie 18 die Stationen Ludwig-Koeßler-Platz, Wasserwiese, Stadionbad, Ernst-Happel-Stadion, Stadion U-Bahn und Stadion Handelskai. Damit lässt sich vom Hauptbahnhof oder von St. Marx aus über die Station U3 Schlachthausgasse künftig direkt bis zur Station U2 Stadion durchfahren, ohne umsteigen zu müssen. Zugleich verbessert sich die Anbindung des östlichen Stadtgebiets an die Schnellbahnlinie S7 in St. Marx.

Auf dem neuen Abschnitt zwischen Lusthausstraße und Stadionbad, der über die Stadionallee und die Meiereistraße verläuft, ist der allgemeine Kfz-Verkehr an allen Wochentagen ausgeschlossen. Zufahrten zu angrenzenden Siedlungen, Sportanlagen und Parkplätzen bleiben davon unberührt und weiterhin möglich. Auch Einsatzfahrzeuge können die Strecke weiterhin durchfahren.

Anpassungen im Busnetz

Mit der Verlängerung der Linie 18 wurde das Busangebot in dem Gebiet neu geordnet. Die Straßenbahn übernimmt ab sofort die bisherige Streckenführung der Buslinie 77A bis zur U2-Station Stadion. Die Buslinie 77A selbst verkehrt künftig vom Rennweg über die Schlachthausgasse bis nach Neu Marx und übernimmt ab der Schlachthausgasse zugleich die bisherige Route der Buslinie 80A. Die Buslinie 80A wiederum verbindet nun den Praterstern mit der Schlachthausgasse. Die Buslinie 78A bleibt zwischen Lusthaus und Stadion im Einsatz.

Begleitende Bauarbeiten und Radwege

Im Zuge der Streckenverlängerung wurden entlang der neuen Gleisanlagen auch zusätzliche Radwege errichtet. In der Meiereistraße entstand ein Zwei-Richtungs-Radweg, zudem wurden neue Radverbindungen über die Stadionbrücke sowie über die Dr.-Natterer-Gasse und die Würtzlerstraße geschaffen. Entlang der Neubaustrecke wurden außerdem 200 neue Bäume gepflanzt.

Straßenbahnausbau als Teil der Wiener Verkehrsplanung

Grundsätzlich verfolgen die Wiener Linien seit Jahren eine Strategie, das Straßenbahnnetz gezielt in Stadtgebiete auszudehnen, die bislang vor allem auf Buslinien angewiesen waren. Streckenverlängerungen wie jene der Linie 18 zielen üblicherweise darauf ab, bestehende U-Bahn- und Schnellbahnlinien besser miteinander zu vernetzen und Umsteigezeiten für Fahrgäste zu verkürzen. Eine durchgehende Straßenbahnverbindung kann dabei mehrere parallel geführte Buslinien ersetzen oder in ihrer Linienführung neu ordnen, wie es bei den Linien 77A und 80A der Fall ist.

Bei größeren Netzausbauten im innerstädtischen Bereich ist eine Sperre für den allgemeinen Kfz-Verkehr auf neu gebauten oder umgestalteten Abschnitten keine Seltenheit. Solche Regelungen sollen in der Regel einen möglichst störungsfreien Straßenbahnbetrieb sicherstellen, während Anrainerinnen und Anrainer sowie Einsatzkräfte weiterhin Zufahrt erhalten. Begleitend werden bei derartigen Bauprojekten häufig auch Radwege neu angelegt oder ausgebaut, da Gleiskörper und Straßenräume im Zuge der Arbeiten ohnehin umfassend neu gestaltet werden müssen.

Auch Baumpflanzungen entlang neuer Verkehrstrassen sind bei größeren Infrastrukturprojekten in Wien ein wiederkehrendes Element. Sie dienen unter anderem der Beschattung von Gleiskörpern und Gehwegen und tragen zur Kühlung stark versiegelter Flächen bei. Insgesamt zeigt der Ausbau der Linie 18, wie eng Straßenbahnprojekte in der Praxis mit Anpassungen im Busnetz, im Radwegenetz und in der Straßenraumgestaltung verknüpft sind.