Wildunfälle in Oberösterreich: 70 Verletzte und über 10.000 tote Tiere im Vorjahr

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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In Oberösterreich häufen sich zu Herbstbeginn wieder Wildunfälle auf den Straßen. Im Vorjahr wurden im Bundesland rund 70 Menschen bei solchen Unfällen verletzt. Mehr als 10.000 Wildtiere kamen dabei ums Leben, darunter rund 7.300 Rehe sowie etwa 3.000 Hasen, Füchse, Dachse und anderes Kleinwild. Mitte September ereignete sich in Pettenbach im Bezirk Kirchdorf ein solcher Unfall: Ein Autofahrer wich einem Wildtier aus, kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich mit dem Fahrzeug. Die Insassen wurden dabei leicht verletzt.

Unfall in Pettenbach und die Gefahr durch Ausweichmanöver

Der Vorfall in Pettenbach zeigt ein typisches Muster vieler Wildunfälle: Nicht der direkte Zusammenstoß mit dem Tier, sondern das Ausweichmanöver führte zum Unfall. Der Fahrer verlor dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam von der Straße ab und überschlug sich. Die Insassen kamen mit leichten Verletzungen davon.

Die Wucht, die bei einer Kollision mit einem Wildtier entsteht, lässt sich anhand konkreter Werte verdeutlichen: Ein Reh mit einem Gewicht von 20 Kilogramm entwickelt bei einem Zusammenstoß mit Tempo 50 eine Aufprallkraft von rund 500 Kilogramm. Verdoppelt sich die Geschwindigkeit, vervierfacht sich diese Wucht auf beinahe zwei Tonnen. Diese physikalischen Zusammenhänge verdeutlichen, weshalb bereits moderate Geschwindigkeitsunterschiede im Ernstfall entscheidend sein können.

Akustische Wildwarner und ihr Ausbau

Um Wildunfälle zu reduzieren, sind in Oberösterreich derzeit rund 660 Kilometer Straße mit akustischen Wildwarngeräten ausgestattet. Diese Geräte sollen Wildtiere durch akustische Signale von der Fahrbahn fernhalten. Heuer kommen zusätzlich 67 Kilometer neue Wildwarner-Strecken hinzu.

Die Finanzierung dieser Geräte ist zwischen mehreren Stellen aufgeteilt: 85 Prozent der Anschaffungskosten übernehmen das Land Oberösterreich sowie mitfinanzierende Versicherungen, die restlichen 15 Prozent trägt die Jägerschaft. Neben den akustischen Warngeräten werden zudem etwa zehn bis zwölf weitere Grünbrücken nachgerüstet, darunter derzeit eine an der Innkreisautobahn. Solche Querungshilfen sollen Wildtieren ermöglichen, stark befahrene Straßen gefahrlos zu überqueren, und damit die Zahl der Zusammenstöße auf betroffenen Abschnitten senken.

Verhalten nach einem Zusammenstoß mit Wild

Kommt es dennoch zu einem Wildunfall, gilt ein festgelegtes Vorgehen: Betroffene müssen eine Warnweste anziehen, die Unfallstelle absichern und die Polizei verständigen. Die Polizei informiert im Anschluss die zuständigen Jägerinnen und Jäger, die sich um das verletzte oder getötete Tier kümmern.

Grundsätzlich sind Autofahrerinnen und Autofahrer in der Dämmerung sowie in den Morgen- und Abendstunden besonders gefordert, da Wildtiere in diesen Zeiträumen naturgemäß häufiger unterwegs sind. Der Herbst gilt in diesem Zusammenhang als eine Phase erhöhter Wildaktivität, da sich viele Tiere in der sogenannten Brunftzeit befinden und dadurch verstärkt in Bewegung sind. Zusätzlich verändern sich mit den kürzer werdenden Tagen auch die Lichtverhältnisse auf vielen Straßen, wodurch Wildtiere von Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenkern oft später erkannt werden.

In der Verkehrssicherheitsarbeit wird regelmäßig darauf hingewiesen, dass ein kontrolliertes Bremsen einem abrupten Ausweichmanöver vorzuziehen ist, da Letzteres häufig zu einem Kontrollverlust über das Fahrzeug führen kann, wie es sich auch im Fall des Unfalls in Pettenbach gezeigt hat. Fahrsicherheitszentren bieten in diesem Zusammenhang praxisnahe Trainings an, in denen realitätsnahe Ausweich- und Bremssituationen unter kontrollierten Bedingungen geübt werden können.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.