Windkraftprojekt in Traismauer: Vertragsabschluss vor Volksbefragung sorgt für Diskussion
In Traismauer im Bezirk St. Pölten ist ein Windkraftprojekt mit acht geplanten Windrädern Gegenstand einer lokalpolitischen Auseinandersetzung. Im Mittelpunkt steht ein Partnerschaftsvertrag, der am Donnerstag zwischen der Stadtgemeinde Traismauer und dem Energieunternehmen W.E.B. geschlossen werden soll – noch bevor eine angekündigte Volksbefragung stattgefunden hat.
W.E.B. hatte das Projekt Anfang 2026 in der Gemeinde vorgestellt. Die geplanten Windräder am Seelackenberg sollen eine Gesamtleistung von mehr als 56 Megawatt liefern, jedes Windrad soll einschließlich Flügellänge rund 260 Meter hoch sein. Ein Baubeginn ist frühestens 2030 vorgesehen.
Vertrag mit Beteiligung aller Gemeinderatsfraktionen
Der geplante Partnerschaftsvertrag umfasst 16 Seiten und wurde nach Angaben der Gemeinde von allen im Gemeinderat vertretenen Parteien mitbearbeitet. Bürgermeister Herbert Pfeffer (SPÖ) bezeichnet den Vertrag als Absicherung für die Gemeinde und betont, dieser stelle keinen Freibrief für die Errichtung von Windkraftanlagen dar. Er gibt an, der Vertrag trete nur in Kraft, wenn die Windräder tatsächlich gebaut werden. Pfeffer wartet zudem auf ein verfassungsrechtliches Gutachten eines externen Juristen zum Umgang mit einem Initiativantrag.
Initiative kritisiert Vorgehen
Die Initiative „Drei Gemeinden – Ein Ziel“ lehnt das Projekt ab. Sprecher Alexander Aicher und die Initiative befürchten, dass durch den Vertragsabschluss Fakten geschaffen werden und eine Volksbefragung dadurch übergangen wird. Ein konkreter Termin für die Volksbefragung steht bislang nicht fest.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.






