Bei einem Wohnungsbrand in Hopfgarten im Brixental im Bezirk Kitzbühel ist in der Nacht auf Sonntag ein Abstellraum unter der Dachschräge vollständig ausgebrannt. Der Brand brach gegen 4.00 Uhr früh in einer Wohnung im vierten Stock aus, nachdem ein elektrisches Gerät im Dachgeschoß Feuer gefangen hatte. Die betroffene Wohnung ist derzeit unbewohnbar, verletzt wurde niemand.
Nachbarin alarmierte die Feuerwehr
Die Besitzerin der Wohnung, eine ältere Dame, bemerkte in der Nacht Rauch und flüchtete zu ihrer Nachbarin. Diese alarmierte daraufhin die Einsatzkräfte. Zum Einsatzort rückte die Freiwillige Feuerwehr Hopfgarten im Brixental mit 45 Feuerwehrleuten aus. Die Feuerwehr Söll unterstützte mit einer Drehleiter. Da im Laufe des Einsatzes zusätzliche Atemschutzflaschen benötigt wurden, alarmierte man die Feuerwehr St. Johann nach, die entsprechenden Nachschub lieferte.
Der Abstellraum unter der Dachschräge brannte vollständig aus. Den Einsatzkräften gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf das Dach sowie auf andere Räume des Mehrparteienhauses zu verhindern. Andere Wohnungen im Haus wurden dadurch nicht in Mitleidenschaft gezogen. Der Einsatz war kurz vor 7.00 Uhr beendet.
Die Bewohnerin der betroffenen Wohnung konnte bei ihrer Familie unterkommen, da ihre eigene Wohnung derzeit nicht bewohnbar ist.
Gefahr durch elektrische Geräte im Dachgeschoß
Elektrische Geräte gelten grundsätzlich als eine der häufigeren Ursachen für Brände in Wohngebäuden. Insbesondere in Dachgeschoßen und Abstellräumen werden häufig ältere Geräte, Ladegeräte oder technische Anlagen untergebracht, die bei einem technischen Defekt Wärme entwickeln und in der Folge einen Brand auslösen können. Solche Räume sind zudem oft mit brennbaren Materialien wie Holz, Dämmstoffen oder gelagerten Gegenständen ausgestattet, was eine rasche Ausbreitung eines Feuers begünstigen kann.
Bei Bränden unter Dachschrägen erschwert die Bauweise vielfach die Löscharbeiten, da Hohlräume und schräge Konstruktionen den direkten Zugang zum Brandherd einschränken. Freiwillige Feuerwehren in Tirol setzen bei solchen Einsätzen üblicherweise auf eine Kombination aus Innenangriff und Unterstützung durch Drehleiterfahrzeuge, um sowohl von innen als auch von außen wirksam vorgehen zu können. Die Nachalarmierung weiterer Feuerwehren zur Bereitstellung von Atemschutzausrüstung ist bei länger andauernden Löscharbeiten ein gängiges Vorgehen, um den kontinuierlichen Einsatz von Atemschutzträgern sicherzustellen.
Grundsätzlich zählt die frühzeitige Bemerkung von Rauch oder Brandgeruch durch Bewohner zu den entscheidenden Faktoren, um im Ernstfall rechtzeitig flüchten und Einsatzkräfte alarmieren zu können. Nachbarschaftliche Hilfe spielt dabei häufig eine wichtige Rolle, insbesondere wenn Betroffene in ihrer eigenen Wohnung keinen direkten Zugang mehr zu einem Telefon haben oder in der ersten Schrecksekunde rasch Unterstützung benötigen.








