Auf der Karawankenautobahn (A11) ist am späten Montagabend ein Pkw mit Wohnwagen in Brand geraten. Der Vorfall ereignete sich gegen 21.30 Uhr im Bereich der Ausfahrt zum Lkw-Parkplatz Rosenbach. Ein 67 Jahre alter Mann aus Deutschland war mit seinem Mercedes und einem angehängten Wohnwagen in Richtung Slowenien unterwegs, als das Fahrzeug plötzlich an Leistung verlor. Der Pkw brannte in der Folge völlig aus, der Lenker blieb unverletzt.
Brand brach im Motorraum aus
Nach Angaben zum Ablauf bemerkte der 67-Jährige den Leistungsverlust seines Mercedes im Bereich der Ausfahrt zum Lkw-Parkplatz Rosenbach. Er lenkte das Gespann zur Ausfahrtspur und hielt dort an. Zu diesem Zeitpunkt schlugen bereits Flammen aus dem Motorraum des Fahrzeugs.
Dem Mann gelang es, den Wohnwagen noch rechtzeitig vom brennenden Pkw abzukoppeln. Der Mercedes selbst brannte in der Folge völlig aus. Eine besondere Herausforderung für die Einsatzkräfte stellte der Umstand dar, dass sich im abgekoppelten Wohnwagen Gasflaschen befanden.
Zum Löscheinsatz rückten die Freiwilligen Feuerwehren St. Jakob im Rosental und Rosegg aus. Auch eine weitere Feuerwehr war an der Einsatzstelle im Einsatz.
Gasflaschen als Risikofaktor bei Fahrzeugbränden
Bei Bränden von Wohnwagen oder Wohnmobilen gelten mitgeführte Gasflaschen grundsätzlich als besonderer Gefahrenpunkt für Einsatzkräfte. Sie werden üblicherweise zur Versorgung von Kochstellen, Heizungen oder Kühlschränken mitgeführt und stehen unter Druck. Erhitzt sich eine solche Flasche durch Flammen oder große Hitze in der Umgebung, kann der Innendruck stark ansteigen. Feuerwehren müssen in solchen Lagen deshalb häufig zunächst die unmittelbare Gefahrenzone sichern und die Flaschen kühlen oder kontrolliert entfernen, bevor die eigentlichen Löscharbeiten am Fahrzeug fortgesetzt werden.
Auch technische Defekte im Motorraum zählen zu den häufigeren Ursachen für Fahrzeugbrände auf Autobahnen. Ein spürbarer Leistungsverlust während der Fahrt kann in solchen Fällen ein erstes Warnzeichen sein, dem rasch sichtbare Flammenbildung folgt. Verkehrsexperten empfehlen deshalb grundsätzlich, bei ungewöhnlichen technischen Auffälligkeiten frühzeitig anzuhalten, den Pkw zu verlassen und bei angehängten Fahrzeugen wie Wohnwagen nach Möglichkeit die Kupplung zu lösen, sofern dies gefahrlos möglich ist.
Karawankenautobahn als Transitroute
Die Karawankenautobahn A11 verbindet Österreich über den Karawankentunnel mit Slowenien und zählt zu den wichtigen Transitstrecken zwischen Mitteleuropa und dem südosteuropäischen Raum. Insbesondere während der Sommermonate ist die Strecke stark durch Urlaubsverkehr aus Deutschland und anderen Ländern frequentiert, die in Richtung Adriaküste oder weiter nach Südosteuropa unterwegs sind. Wohnwagengespanne gehören in dieser Reisezeit regelmäßig zum Verkehrsbild auf der Autobahn.







