Zoo Salzburg modernisiert und erweitert mehrere Anlagen gleichzeitig
Der Zoo Salzburg befindet sich in einer umfangreichen Umbau- und Erweiterungsphase. Vergangene Woche wurde eine neue Südostasienanlage eröffnet, weitere Bauprojekte laufen parallel dazu.
Der Zoo beherbergt heute rund 1.500 Tiere aus etwa 150 Tierarten und verzeichnet wieder rund 400.000 Besucher pro Jahr – ein Niveau, das nach dem Rückgang während der Coronavirus-Pandemie erneut erreicht wurde.
Neue Anlagen und laufende Bauprojekte
Die neue Südostasienanlage umfasst rund 1.200 Quadratmeter. Dort leben nun Schopfmakaken, Visayas-Pustelschweine und Zwergotter gemeinsam. Die Anlage kostete rund 1,5 Millionen Euro und wurde zu je einem Drittel von der Stadt Salzburg, dem Land Salzburg und einer zweckgewidmeten Erbschaft finanziert.
Bis Ende 2026 soll im ehemaligen Vogelpark eine begehbare Lemurenwelt fertiggestellt werden. Sie umfasst einen rund 100 Meter langen Holzsteg, ein modernes Tierhaus und eine eigene Insel. Ebenfalls für Herbst 2026 ist der Einzug junger nördlicher Löwen geplant. Die Löwenanlage wurde bereits 2025 erweitert, die Kosten dafür betrugen 107.000 Euro und wurden aus einer privaten Erbschaft finanziert.
Dass mehrere Baustellen nun gleichzeitig laufen, ist laut Zoo auf Verzögerungen bei Bewilligungsverfahren zurückzuführen. Vorgaben des Denkmal- und Landschaftsschutzes sowie Rücksicht auf die Tiere führten zu zeitlichen Verschiebungen einzelner Projekte.
Vom Bergweltzoo zum Geozoo
Der Tiergarten Hellbrunn wurde 1961 als Bergweltzoo für heimische Alpenbewohner eröffnet. Bereits 1962 zogen erste exotische Tiere ein, darunter Leoparden, eine Löwin und Schimpansen. Anfang der 2000er-Jahre war eine Erweiterung politisch umstritten – kritisiert wurden Eingriffe in das Landschaftsschutzgebiet und die Kosten. Der Gemeinderat stimmte der Erweiterung zu, der Baustart erfolgte 2002. 2003 wurde die Zoo Salzburg Gemeinnützige GmbH gegründet.
Aus dem ursprünglichen Bergwelt-Tiergarten entwickelte sich ein sogenannter Geozoo, in dem Tiere nach ihren natürlichen Lebensräumen zusammengefasst werden. Welche Tierarten der Zoo hält, richtet sich dabei auch nach einem international abgestimmten Animal Collection Plan, der die Haltung im Rahmen der europäischen Erhaltungszucht regelt.
Finanzierung und Ausblick
Der Zoo Salzburg ist als gemeinnützige GmbH nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet. Ein jährliches Defizit wird durch Zuschüsse von Stadt und Land Salzburg ausgeglichen. Im Masterplan des Zoos sind künftig die Sanierung der alten Raubkatzenanlage sowie die Erneuerung des Bärengeheges vorgesehen.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








