Auf der Hahntennjochstraße (L246) sind am Mittwochnachmittag zwei Motorradfahrer auf einer Ölspur gestürzt. Ein 37-Jähriger und ein 28-Jähriger aus einer vierköpfigen deutschen Motorradgruppe kamen gegen 15.00 Uhr auf der Fahrbahn ins Rutschen. Der 37-Jährige zog sich dabei schwere Verletzungen zu, der 28-Jährige wurde ebenfalls verletzt. Beide Männer kamen mit dem Rettungswagen in das Krankenhaus Zams.
Sturz auf der Fahrt vom Hahntennjoch nach Imst
Die vier Motorradfahrer waren auf der Hahntennjochstraße vom Hahntennjoch kommend in Richtung Imst unterwegs, als es zu dem Unfall kam. Auf einer Ölspur verloren zunächst der 28-jährige und der 37-jährige Fahrer die Kontrolle über ihre Maschinen und stürzten.
Der 37-Jährige rutschte nach seinem Sturz in den entgegenkommenden Pkw einer 65-jährigen Frau. Er erlitt dabei nach Angaben der Polizei schwere Verletzungen. Der 28-jährige Fahrer wurde ebenfalls verletzt, das Ausmaß seiner Verletzungen wurde nicht näher beziffert.
Beide Verunglückten wurden mit dem Rettungswagen in das Krankenhaus Zams eingeliefert. An den beiden Motorrädern entstand erheblicher Sachschaden. Die L246 musste im Bereich der Unfallstelle für zwei Stunden für den gesamten Verkehr gesperrt werden.
Ölspuren als wiederkehrende Gefahr für Motorradfahrer
Ölspuren auf der Fahrbahn zählen zu den unberechenbarsten Gefahrenquellen im Straßenverkehr, insbesondere für einspurige Fahrzeuge. Während Autos durch die breitere Aufstandsfläche ihrer Reifen einen gewissen Grip-Verlust häufig noch ausgleichen können, reagieren Motorräder auf plötzlich reduzierte Reibung deutlich empfindlicher. Schon eine dünne, kaum sichtbare Ölschicht kann ausreichen, um das Vorder- oder Hinterrad wegrutschen zu lassen, insbesondere in Kurven oder bei stärkerer Schräglage.
Solche Verunreinigungen der Fahrbahn entstehen häufig durch technische Defekte an Fahrzeugen, etwa durch undichte Motoren, Getriebe oder Hydraulikleitungen. Da der Ölfilm oft über mehrere hundert Meter oder sogar Kilometer verteilt sein kann, lässt sich die genaue Ausdehnung für nachfolgende Verkehrsteilnehmer meist erst nach einem Unfall zuverlässig feststellen.
Bei alpinen Strecken wie der Hahntennjochstraße kommen für Motorradfahrer zusätzliche Anforderungen hinzu. Enge Kurvenradien, wechselnde Steigungen und unterschiedliche Fahrbahnbeläge verlangen eine kontinuierliche Anpassung von Fahrweise und Geschwindigkeit. Verkehrsexperten empfehlen für solche Streckenabschnitte grundsätzlich eine vorausschauende Fahrweise mit ausreichendem Sicherheitsabstand, da Gefahrenstellen wie Ölspuren oft erst im letzten Moment erkennbar sind.
Reaktion von Einsatzkräften bei Fahrbahnverunreinigungen
Nach Unfällen, die auf Ölspuren zurückgehen, ist üblicherweise neben der medizinischen Versorgung der Verletzten auch die Reinigung der betroffenen Fahrbahnabschnitte erforderlich. Solche Arbeiten übernehmen in der Regel spezialisierte Einsatzkräfte, etwa Feuerwehren, die die Straße mit Bindemitteln behandeln, um die Rutschgefahr für nachfolgende Fahrzeuge zu beseitigen. Bis diese Maßnahmen abgeschlossen sind, wird der betroffene Streckenabschnitt für den Verkehr gesperrt, wie es auch bei diesem Unfall auf der L246 der Fall war.







