In Vorarlberg sind am Freitag zwei Motorradfahrer bei Verkehrsunfällen verletzt worden. Ein 53-Jähriger kollidierte in Lauterach mit dem Auto einer 76-jährigen Frau, ein 72-Jähriger verunglückte bei einem Unfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen auf der L200 bei Alberschwende-Müselbach. Beide Männer wurden ins Krankenhaus gebracht.
Kollision beim Einbiegen in Lauterach
Der Unfall in Lauterach ereignete sich am Freitagnachmittag. Die 76-jährige Frau wollte mit ihrem Auto vom Staufnerweg in die Bundesstraße einbiegen. Dabei kam es zur Kollision mit dem Motorrad des 53-Jährigen.
Der Motorradfahrer leitete noch eine Notbremsung ein und versuchte, dem Auto auszuweichen. Der Zusammenstoß ließ sich dadurch jedoch nicht mehr verhindern. Der 53-Jährige wurde bei dem Unfall verletzt und in das Landeskrankenhaus Bregenz eingeliefert. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden. Bei den anschließenden Alkovortests zeigten beide Unfallbeteiligten negative Ergebnisse.
Kettenreaktion auf der L200 bei Alberschwende
Gegen 11.30 Uhr kam es auf der L200 bei Alberschwende-Müselbach zu einem Unfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen. Ausgangspunkt war ein Pkw-Lenker, der von einem Parkplatz aus rückwärts auf die Fahrbahn fuhr. Mehrere nachfolgende Fahrzeuge mussten daraufhin stark abbremsen.
Ein 72-jähriger Motorradlenker konnte sein Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen und prallte gegen das Heck des Autos eines 19-Jährigen. Anschließend kollidierte der Motorradfahrer mit dem entgegenkommenden Pkw einer 81-jährigen Lenkerin und stürzte auf der Fahrbahn.
Sowohl der 72-jährige Motorradlenker als auch die 81-jährige Autofahrerin wurden bei dem Unfall verletzt. Das Ausmaß der Verletzungen ist nicht näher bekannt. Nach der medizinischen Erstversorgung am Unfallort brachte der Rettungsdienst beide Verletzten ins Krankenhaus. Am Motorrad entstand Totalschaden, an den beiden beteiligten Autos erheblicher Sachschaden. Die Alkomattests mit allen Unfallbeteiligten verliefen negativ.
Gefahrenpunkt Ein- und Ausparken im Straßenverkehr
Situationen wie das Einbiegen aus einer Nebenstraße oder das Zurücksetzen aus einer Parklücke zählen im Straßenverkehr zu den Momenten, in denen Unfälle besonders häufig entstehen. Grundsätzlich gilt in solchen Fällen eine erhöhte Sorgfaltspflicht für denjenigen, der aus einem untergeordneten Bereich in den fließenden Verkehr einfährt. Motorradfahrer sind dabei aufgrund ihrer geringeren Sichtbarkeit und der im Vergleich zu Autos höheren Verletzungsgefahr besonders betroffen.
Auch Kettenreaktionen, wie sie bei plötzlichen Bremsmanövern im fließenden Verkehr entstehen können, stellen ein bekanntes Unfallmuster dar. Reicht der Sicherheitsabstand nicht aus oder verzögert sich die Reaktionszeit nachfolgender Fahrzeuge, kann sich ein einzelnes Bremsmanöver auf mehrere Verkehrsteilnehmer auswirken. Bei zweispurigen Fahrzeugen führt ein plötzliches Abbremsen häufig lediglich zu Blechschäden, bei einspurigen Fahrzeugen wie Motorrädern steigt in vergleichbaren Situationen jedoch das Risiko eines Sturzes erheblich.
Alkovortests und Alkomattests gehören bei Verkehrsunfällen in Österreich zu den routinemäßigen Maßnahmen der Polizei, um Alkohol als möglichen Einflussfaktor auszuschließen oder festzustellen. Sie werden unabhängig vom jeweiligen Unfallhergang regelmäßig bei allen Beteiligten durchgeführt.






