Cyberangriff auf Langenzersdorf: Technik wieder funktionsfähig, Großevents gekappt – Nachbeben eines Ransomware-Vorfalls
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Cyberangriff auf Gemeindeamt Langenzersdorf: IT wiederhergestellt, Großveranstaltungen abgesagt

Auf das Gemeindeamt der Marktgemeinde Langenzersdorf im Bezirk Korneuburg ist Ende Februar ein Cyberangriff verübt worden. Die Gemeinde spricht von einem enormen finanziellen Schaden, die genaue Höhe ist allerdings noch nicht bekannt.

Infolge des Angriffs wurden zwei der größten Veranstaltungen in Langenzersdorf, die für Juni geplante „Schlagernacht am See“ und das „Seeschlacht Open Air“, abgesagt.

IT-Systeme und Verwaltung wieder funktionsfähig

Bei dem Vorfall handelte es sich um einen Ransomware-Angriff. Dabei wird Schadsoftware in ein IT-System eingeschleust, die Daten verschlüsselt.

Nach Angaben von Bürgermeister Andreas Arbesser (ÖVP) konnte die technische Infrastruktur des Gemeindeamts wiederhergestellt werden. Die IT der Gemeindeverwaltung und die Dienstleistungen für die Bevölkerung funktionieren demnach wieder. Im Zuge der technischen Wiederherstellung wurde eine Lösung gefunden, die den Zugriff auf die aktuellen Datenbestände ermöglicht.

Nach dem Angriff waren E-Mail-Verkehr und Parteienverkehr der Gemeinde vorübergehend eingeschränkt. Derzeit liegen keine Hinweise auf eine missbräuchliche Verwendung von Daten vor; den Angaben zufolge sind auch keine Daten verloren gegangen. Es kann jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass Daten missbräuchlich verwendet wurden.

Finanzieller Schaden und Sicherheitsmaßnahmen

Der Cyberangriff hat in Langenzersdorf einen erheblichen finanziellen Schaden verursacht. Laut Arbesser lässt sich die genaue Schadenssumme noch nicht abschätzen, weil noch nicht alle Rechnungen im Zusammenhang mit dem Vorfall vorliegen.

Nach Darstellung des Bürgermeisters wird an besseren Sicherheitsmaßnahmen gearbeitet. Fragen rund um mögliche Lösegeldforderungen oder -zahlungen wurden von der Gemeinde nicht beantwortet.

Ermittlungen und Ransomware-Lage

Der Fall wurde bei der Polizei angezeigt, es laufen Ermittlungen. Zuständig ist unter anderem das Bundeskriminalamt, von dem auch aktuelle Zahlen zur Ransomware-Lage stammen.

Im Jahr 2024 wurden in Österreich 109 Angriffe mit Ransomware registriert, davon entfielen 27 auf Niederösterreich. Solche Angriffe finden laut Bundeskriminalamt mithilfe von Künstlicher Intelligenz oft automatisiert statt.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.