Dekodierung der Dürrnberg-Geheimnisse: Keltenmuseum und Salzburg Museum starten zehnjährige Forschungskooperation
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Zehnjährige Forschungskooperation zu Dürrnberg-Funden vereinbart

Das Keltenmuseum Hallein im Tennengau und das Salzburg Museum gehen eine langfristige Forschungskooperation mit dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum und der Ruhr-Universität Bochum ein. Im Mittelpunkt steht die systematische wissenschaftliche Auswertung der Grabungsfunde vom Dürrnberg bei Hallein.

Der Dürrnberg liegt rund 20 Kilometer südlich von Salzburg und gilt als einer der bedeutendsten archäologischen Fundorte der vorrömischen Eisenzeit in Mitteleuropa. Vor etwa 2.600 Jahren befand sich dort ein Zentrum des keltischen Salzbergbaus.

Langfristige Partnerschaft und Forschungsziele

Die Partnerschaft ist auf zehn Jahre angelegt. Ziel ist es, die Geschichte des Dürrnbergs umfassend zu rekonstruieren und in einen europäischen Kontext einzuordnen. Im Rahmen der Kooperation sollen in den vergangenen Jahrzehnten geborgene Funde systematisch analysiert, dokumentiert und wissenschaftlich publiziert werden.

Vorgesehen sind zudem die fachgerechte physische Lagerung der Objekte sowie der Aufbau eines digitalen Datenrepositoriums für die Funde vom Dürrnberg. Dieses Repositorium soll den Bestand für weitere Forschungsprojekte zugänglich machen. Ergänzende neue Grabungen sind geplant, um bestehende Wissenslücken zu schließen.

Beteiligte Institutionen und wissenschaftliche Perspektiven

Florian Knopp, Leiter des Keltenmuseums Hallein, sieht in der Forschungskooperation eine Möglichkeit, das Know-how der beteiligten Institutionen zu bündeln und Synergien zu nutzen. Zudem soll die wissenschaftliche Bearbeitung der Bestände langfristig gesichert werden.

Martin Hochleitner, Direktor des Salzburg Museums, betont, dass die kontinuierliche Erforschung der Sammlungen neue Perspektiven für Ausstellungen eröffnet. Durch die Kooperation werde der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert und der Dürrnberg bleibe dauerhaft in ein internationales Forschungsnetzwerk eingebunden.

Neue Funde und Rolle des Keltenmuseums

Bei Bauarbeiten in der Altstadt von Hallein wurden keltische und römische Siedlungsreste entdeckt. Im Zuge dieser Arbeiten kamen Waffen, Schmuck und Keramik zum Vorschein. Die Funde umfassen insgesamt 151 Einzelobjekte, die im Februar als Schenkung an das Keltenmuseum Hallein gingen.

Das 1970 gegründete Keltenmuseum Hallein beherbergt einen Sammlungsbestand von überregionaler Bedeutung. Seit dem Jahr 2000 wird es gemeinsam von der Stadt Hallein und dem Land Salzburg getragen, seit 2012 vom Salzburg Museum betrieben. Das Museum wird derzeit saniert.

Teams aus Bochum forschen seit mehr als zwei Jahrzehnten am Dürrnberg. Die neue Kooperation baut diese bestehende Zusammenarbeit strukturell und langfristig aus.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.