DramatikerInnenfestival Graz 2026: Neues Miteinander und zukunftsorientiertes Theater im Fokus
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DramatikerInnenfestival Graz 2026 startet unter dem Motto „Verflechten“

In Graz hat das DramatikerInnenfestival unter dem Motto „Verflechten“ begonnen. Im Mittelpunkt stehen neue Perspektiven für das Zusammenleben und die Frage, wie Zukunft dargestellt werden kann, ohne in Krisenszenarien zu verharren. Das Festival läuft bis Sonntag.

Entwickelt wird das DramatikerInnenfestival von Drama Graz und UniT in Zusammenarbeit mit dem Next Liberty und dem Theater am Ortweinplatz. Künstlerische Leiterin ist Edith Draxl.

Vielfältiges Theaterprogramm

Zu den Programmpunkten gehört das Stück „Leichter Gesang“ von Nele Stuhler. Es wird vom Deutschen Theater und dem inklusiven RambaZamba Theater aus Berlin aufgeführt. Das in leichter Sprache verfasste Stück nimmt Metaphern wörtlich; das Ensemble bezeichnet Edith Draxl als inklusiv.

Gezeigt wird außerdem „Staub … a little mindblow*“ von Natascha Gangl und dem Objekt- und Figurentheater spitzwegerich, in dem Staub als Material verstanden wird, das Menschen verbindet. Das Hessische Landestheater Marburg spielt im Rahmen des Festivals das Stück „Lebenlifehayat!“, eine Uraufführung für ein Publikum ab zwölf Jahren. Die Aufführung findet in den Räumlichkeiten von Detroit der Helmut-List-Halle statt.

Im Theater am Lend feiert das Stück „Hässliches Tennis“ von Johannes Hoffmann Premiere. In diesem Stück spielen Pilze eine Hauptrolle; zum Bühnenbild gehören cremiges Weiß, Frottee und ein maroder Kunstrasen. Gezeigt wird auch das Jugendstück „Kri“ von Stefan Wipplinger, das 2025 den Retzhofer Dramapreis in der Kategorie „Junges Publikum“ gewonnen hat.

Als Gastspiel des ODA Theatres aus dem Kosovo wird „Prishtina. The Premeditated Killing of a Dream“ uraufgeführt. Das Stück spielt in der Nachkriegszeit vor 25 Jahren, im Bühnenbild spielen Pilze eine zentrale Rolle. Zudem feiert „Landschaft mit radioaktiven Hunden“ von Espen Hjort im Schauraum des Schauspielhauses Graz Premiere.

Im Dom im Berg zeigt Lisa Horvath das Werk „Zoe“, das als „immersives Science-Fiction-Gedicht“ beschrieben wird. In „Zoe“ geht es um die Beziehung von Mensch und Natur; das Publikum kann laut Horvath eine immersive Erfahrung erwarten.

Diskursprogramm und Auszeichnung

Neben Theaterproduktionen umfasst das DramatikerInnenfestival ein Diskursprogramm, in dem erneut die Natur im Zentrum steht. Dazu gehören unter anderem „Drama Walks“ in den Botanischen Garten.

Im Heimatsaal des Volkskundemuseums wird der niederländische Vertaalprijs 2025 verliehen, eine Auszeichnung für besonders übersetzungswürdige Texte. Vorgestellt wird dabei auch der Vorjahressieger „POPulisme“ von Eva Gouda.

Finanzierung und Zukunft des Festivals

Bei der Programmpräsentation bedankte sich Edith Draxl ausdrücklich bei Kulturlandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) für die finanzielle Unterstützung und sagte über ihn: „Er hat uns wohl gerettet.“ Nach ihren Angaben wurde für das Festival um einen Dreijahresfördervertrag angesucht, vorerst seien jedoch nur zwei Jahre Förderung bewilligt worden.

Im Zusammenhang mit der Zukunft des Festivals sprach Draxl die ORF-Landesabgabe an. Laut Darstellung will die FPÖ diese Abgabe streichen. Draxl äußerte die Befürchtung, dass bei einer Streichung Gelder für den Kulturbereich fehlen könnten, und erklärte: „Wir plädieren auf eine Verschiebung der Abschaffung, bis das Budget es besser zulässt.“ Zugleich sagte sie, es könne sein, „dass wir in drei Jahren nicht mehr hier sitzen“.

Edith Draxl dankte außerdem der Stadt Graz und dem Bund für Unterstützung. Besonderen Dank richtete sie an die Sponsoren und erklärte, dass beinahe alle ihre Unterstützung erhöht hätten.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.