Bürgermeister Ernst Schöpf tritt in Sölden zurück
Ernst Schöpf legt nach 40 Jahren an der Spitze der Gemeinde Sölden sein Bürgermeisteramt nieder. Er bestätigte seinen Rücktritt gegenüber dem ORF.
Die Entscheidung war zuvor in der „Tiroler Tageszeitung“ öffentlich geworden. Die offizielle Ankündigung erfolgte beim Frühjahrskonzert der Musikkapelle Sölden am 30. April.
Schöpf, der heute 65 Jahre alt ist, führt Sölden im Bezirk Imst seit 1986 als Bürgermeister. Bei seinem Amtsantritt war er 25 Jahre alt. Er wird im Zusammenhang mit seiner langen Amtszeit als einer der am längsten dienenden Bürgermeister Österreichs beschrieben. Sölden wird dabei als flächengrößte Gemeinde des Landes bezeichnet.
Das Bürgermeisteramt soll mit 1. September an seinen Stellvertreter Maximilian Riml übergeben werden. Der Zeitpunkt des Rücktritts ist vor den für März 2028 vorgesehenen turnusmäßigen Bürgermeisterwahlen gewählt. Durch die vorzeitige Übergabe kann nach der Darstellung Schöpfs der Gemeinderat den Nachfolger bestimmen, ohne dass eine Neuwahl notwendig wird.
Schöpf erklärte, der Entschluss zur Amtsübergabe vor den nächsten Wahlen habe schon länger festgestanden. Er wird nach eigenen Angaben noch den Rechnungsabschluss 2025 verantworten, die Erstellung des Budgets 2027 soll dann bereits ohne ihn stattfinden. Den Rechnungsabschluss 2025 bezeichnete er als „sehr manierlich“.
Als Gründe für seinen Rückzug nannte Schöpf sein Alter und Ermüdungserscheinungen nach vier Jahrzehnten im Amt. Er sagte im ORF-Interview, die „biologische Uhr“ ticke auch bei ihm. Er habe mit 25 begonnen und sei jetzt 65, er befinde sich im „Herbst seines Lebens“ und spüre „leichte Abnutzungserscheinungen“. Bestimmte Dinge würden ihn inzwischen nerven, „dann ist höchste Zeit, dass man übergibt“.
Schöpf war langjähriger Präsident des Tiroler Gemeindeverbands und wird als überregional bekannt sowie als einflussreiche Stimme der Kommunalpolitik beschrieben. Im Zusammenhang mit der GemNova-Pleite geriet er in Kritik, die Pleite führte 2024 zu seinem Austritt aus der ÖVP.








