Entdeckungsreise durch die Wissenschaft: Wien lockt mit über 800 Programmpunkten zur Langen Nacht der Forschung
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Lange Nacht der Forschung in Wien mit über 800 Programmpunkten

In Wien findet die „Lange Nacht der Forschung“ am 24. April von 17.00 bis 23.00 Uhr statt. Besucherinnen und Besucher können bei freiem Eintritt Einblicke in aktuelle Forschung verschiedener Disziplinen erhalten.

Österreichweit wird die Veranstaltung seit 2005 alle zwei Jahre durchgeführt. In Wien waren im Jahr zuvor 45.000 Menschen zu Gast, es wurden 500 Programmpunkte an 52 Standorten angeboten. Heuer stehen in der Stadt über 800 Programmpunkte an 65 Standorten auf dem Programm.

Innenstadt als Schwerpunkt

In der Inneren Stadt gibt es 14 Standorte mit Programm. Auf dem Maria-Theresien-Platz laden im Rahmen von „Forschung im Zentrum“ Mitmachstationen zum Entdecken ein. In der Österreichischen Akademie der Wissenschaften können Besucherinnen und Besucher Forschung selbst ausprobieren.

Im Naturhistorischen Museum Wien wird der „Heinz Oberhummer Award“ für Wissenschaftskommunikation von den „Science Busters“ übergeben. Zudem werden dort bei Führungen sonst verborgene Sammlungen und Forschungslaboratorien zugänglich gemacht; insgesamt werden im Museum 30 Millionen Objekte wissenschaftlich betreut und erforscht. Weitere Stationen widmen sich Themen vom Essen in der Hallstattzeit bis zu Future Food.

Forscherinnen und Forscher des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) zeigen in der Innenstadt, wie Essen vom Acker auf den Teller kommt. In der Strahlenschutzabteilung des BMLUK im zweiten Bezirk wird erläutert, wie das Strahlenfrühwarnsystem funktioniert und wie die österreichische Bevölkerung in einem radiologischen Notfall geschützt wird.

Medizinische und naturwissenschaftliche Einblicke

Die Medizinische Universität Wien beteiligt sich mit 15 Standorten im neunten Bezirk, an denen unter anderem Notfallmedizin, Krebsforschung und Immunologie im Fokus stehen. Im Hörsaalzentrum können kommentierte Live-Operationen verfolgt werden, darunter eine Herzoperation, eine neurochirurgische Operation und eine Nierentransplantation mit Roboterunterstützung. Außerdem können der Narrenturm mit seinen pathologisch-anatomischen Sammlungen und die Universitätszahnklinik besucht werden.

Die Universität Wien bietet im neunten Bezirk Mitmachangebote in Laboren der Fakultäten für Chemie und Physik. Dort wird etwa erklärt, wie ein Teilchenbeschleuniger funktioniert und welche Fragestellungen damit untersucht werden.

Der Blick in den Himmel ist an der Sternwarte im 18. Bezirk sowie bei der Urania im ersten Bezirk möglich. Dort können Besucherinnen und Besucher den Nachthimmel beobachten.

Technik, Umwelt und angewandte Forschung

Die Universität für Bodenkultur zeigt das Forschungsboot „Life-Boat 4 Sturgeon“, eine schwimmende Aufzuchtstation für Jungstöre. Im Wasserbaulabor wird demonstriert, wie reale Wasserbewegungen simuliert und untersucht werden. An der Türkenschanze wird vorgestellt, wie wissenschaftliche Arbeit zum Schutz vor Naturgefahren beiträgt.

Am Campus Getreidemarkt der Technischen Universität Wien stehen nachhaltige Forschung, neue Mobilitätskonzepte, innovative Materialien und Labor-Experimente im Mittelpunkt. Am Campus der Hochschule Wien können 3D-Drucke für Robotik-, Motorsport- und Raumfahrtprojekte besichtigt werden.

Im Museum für Angewandte Kunst (MAK) erhalten Interessierte Einblicke in Restaurierungsarbeiten an Lederstempeln und Teppichen. Zudem wird gezeigt, wie mithilfe von 3D-Digitalisierung aus realen Objekten digitale Zwillinge entstehen.