Kein Ebola-Verdacht mehr bei 19-jähriger Oberösterreicherin
Der Verdacht auf eine Ebola-Infektion bei einer 19-jährigen Oberösterreicherin hat sich nicht bestätigt. Der Wiener Gesundheitsverbund (Wigev) gab am Freitagnachmittag Entwarnung.
Die junge Frau befindet sich in der Wiener Klinik Favoriten und wird weiter betreut und entsprechend der Situation versorgt.
Tests auf Ebola negativ
Der erste Test auf Ebola bei der 19-Jährigen fiel negativ aus. Auch eine zweite spezialisierte Laboruntersuchung ergab keinen Hinweis auf eine Ebola-Infektion.
Nach aktuellem Stand besteht daher kein Verdacht auf eine Infektion mit dem Ebola-Virus. Zur tatsächlichen Diagnose der Patientin wurden keine Angaben gemacht. Der Wiener Gesundheitsverbund verwies in diesem Zusammenhang auf den Datenschutz.
Ablauf seit der Rückkehr aus Uganda
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums war die 19-jährige Frau am Pfingstmontag aus Uganda zurückgekehrt. Sie war mit dem Flugzeug am Airport Wien-Schwechat angekommen, von dort mit dem Auto abgeholt worden und noch am selben Tag in ihrer Heimat im Mühlviertel eingetroffen.
Zwei Tage nach der Rückkehr verspürte die Frau Krankheitssymptome. Sie wurde in der Folge in das Ordenskrankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz gebracht. Die Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung stellte am Mittwoch gegen 22.00 Uhr einen Absonderungsbescheid aus, auch die Mutter der 19-Jährigen wurde unter Quarantäne gestellt.
In Abstimmung mit dem Magistrat Linz wurden für den Fall einer tatsächlichen Ebola-Erkrankung weitere Schritte vorbereitet. Die Überstellung der Patientin nach Wien erfolgte am Donnerstag. Das Rote Kreuz Oberösterreich transportierte sie in voller Schutzmontur von Linz in die Klinik Favoriten.
Einsatz in Uganda und Vorbereitung der Heimreise
Bei der 19-Jährigen handelt es sich um eine Oberösterreicherin, die seit August 2025 in Kampala in Uganda in einem Waisenhaus gearbeitet hat. Sie war über die Caritas als Freiwillige im Einsatz.
Thomas Rassinger, zuständig für das Einsatzmanagement Internationale Programme der Caritas, erklärte gegenüber der APA, man sei wegen eines Ebola-Ausbruchs im Kongo in aktiver Beobachtung gewesen. Die Caritas habe sich proaktiv mit der freiwilligen Mitarbeiterin und anderen in Verbindung gesetzt und deren Heimreise organisiert.








