Erbkampf in Lugners Tierwelt: Ex-Partnerin Zebra spricht im Disput um Döblinger Villen-Räumung Klartext
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Erbstreit um Villa in Döbling: Ex-Partnerin von Richard Lugner meldet sich zu Wort

Im zivilrechtlichen Streit um das Erbe des verstorbenen Baumeisters Richard Lugner und das Wohnrecht in einer Villa in Wien-Döbling wird eine frühere Partnerin Lugners, Karin Bladsky, öffentlich aktiv. Die 54-jährige Rechtspflegerin, in Lugners öffentlicher „Tierwelt“ als „Zebra“ bekannt, schildert dabei ihre frühere Beziehung zu Lugner und äußert sich zum laufenden Verfahren.

Parallel dazu läuft eine Räumungsklage der Privatstiftung Lugner und Söhne bzw. Lugner-Stiftung gegen Simone Lugner, die die Villa in Döbling räumen soll. In dem Verfahren geht es um das Wohnrecht und um einen Teil des Erbes, um den Simone Lugner kämpft.

Räumungsklage und Erbstreit um Lugner-Villa

Die Lugner-Stiftung hat gegen Simone Lugner eine Räumungsklage eingebracht. Gegenstand ist die Villa in Wien-Döbling, die Simone Lugner nach Auffassung der Stiftung verlassen soll. Die Stiftung beruft sich dabei auf zwei Rechtsgutachten.

In diesen Gutachten wird vertreten, Simone Lugner habe vertragliche Verpflichtungen nicht eingehalten, die Voraussetzung dafür gewesen seien, nach dem Tod von Richard Lugner ein Erbe anzutreten. Konkret wird darin ausgeführt, sie habe Lugner weder selbst gepflegt noch die Pflege organisiert und es habe keine eheliche Lebensgemeinschaft gegeben. Simone Lugner und ihr Anwalt weisen diese Vorwürfe entschieden zurück.

Im Zivilprozess geht es um das Wohnrecht im Haus in Döbling sowie um einen Teil des Erbes, um den Simone Lugner kämpft. Es ist von Summen im mutmaßlich mehrstelligen Millionenbereich die Rede, ohne dass genauere Beträge genannt werden. Anwalt der Stiftung ist Markus Tschank, der die in den Gutachten erhobenen Vorwürfe bekräftigt. Vergleichsangebote zwischen Simone Lugner und der Stiftung blieben bisher ohne Abschluss; die Vorstellungen der Parteien lagen nach den bisherigen Darstellungen weit auseinander.

Das Verfahren um Wohnrecht und Erbe erregt immer wieder großes Aufsehen. Die nächste Verhandlung in der Räumungssache gegen Simone Lugner wird an einem Freitag fortgesetzt. Als Zeugin ist unter anderem Christina „Mausi“ Lugner vorgesehen, die vierte Ehefrau von Richard Lugner und Mutter von Jacqueline Lugner. Jacqueline Lugner wurde bereits bei einem früheren Prozesstag als Zeugin befragt.

„Zebra“ Karin Bladsky über Beziehung zu Lugner

Vor diesem Hintergrund äußert sich nun Karin Bladsky öffentlich. Die 54-jährige Rechtspflegerin war eine frühere Partnerin von Richard Lugner und wurde von ihm in seiner „Tierwelt“ als „Zebra“ bezeichnet. Sie berichtet, Lugner im Jahr 2019 zunächst schriftlich kontaktiert zu haben; das erste Treffen habe im Restaurant Plachutta in Wien-Döbling stattgefunden.

Bladsky beschreibt die Verbindung zu Lugner als „Ausgehfreundschaft“. Sie gibt an, man habe sich gut verstanden und viel miteinander gelacht; die Beziehung sei nicht sexuell gewesen. Sie schildert, Lugner sei damals 91 Jahre alt gewesen und habe aus ihrer Sicht ein „richtig toller Mensch“ gewesen. In ihren Schilderungen vergleicht sie Lugner auf Basis von Reaktionen in Velden mit einem Pop-Star, da Menschen ihn dort mit „Richie, Mörtel“ angesprochen hätten.

Laut Bladsky fühlte sich Lugner nach dem Ende öffentlicher Auftritte einsam. In Nachrichten an sie habe er mitgeteilt, keine wirklichen Freunde zu haben. Sie berichtet, der Kontakt sei nie völlig abgerissen, obwohl sie sich zwischenzeitlich zurückgezogen habe, weil ihr das häufige Ausgehen zu viel geworden sei.

Heiratspläne, Zusagen und Rolle im Alter

Bladsky schildert, dass Lugner im hohen Alter nochmals heiraten wollte und ihr gegenüber eine Eheschließung beabsichtigt habe. Im Jahr 2024 habe sie von ihm eine Nachricht erhalten, in der er ein „Comeback“ und das „vor Anker gehen“ andeutete. In diesen Nachrichten stellte Lugner ihr den Angaben zufolge eine Anstellung in der Lugner City mit höherem Gehalt als bisher in Aussicht, außerdem die Benutzung eines Hauses sowie eine 30-prozentige Beteiligung aus der Stiftung nach seinem Tod.

Bladsky betont, es sei ihr nicht vordergründig um materielle Aspekte gegangen. Sie berichtet, Lugner habe jemanden gesucht, der sich umfassend um ihn kümmert und seine gesamte Zeit mit ihm verbringt. Sie selbst habe „keine 24-Stunden-Pflegerin“ werden wollen; die Anforderungen seien ihr „zu viel“ gewesen.

Nach ihren Angaben verbrachte sie mit Lugner Nächte in einem gemeinsamen Zimmer. Sie beschreibt ihn als sehr angenehmen Schlafpartner und erklärt, sie könne gegenteilige Aussagen aus dem Prozess dazu nicht nachvollziehen. Sie erklärt zudem, sie würde als Zeugin vor Gericht aussagen, falls sie geladen wird, und wolle, dass die Menschen die Wahrheit über Richard Lugner erfahren. Sie hebt hervor, sie habe den Menschen Lugner gemocht, nicht seinen Ruhm.

Tiernamen, Öffentlichkeit und Kritik an Simone Lugner

Bladsky geht auch auf Lugners Umgang mit Frauen ein. Frauen in seinem Umfeld erhielten von ihm Tiernamen, sie selbst den Namen „Zebra“. Sie äußert, diese Tiernamen könnten auch sexistisch wirken, bezeichnete entsprechendes Verhalten Lugners zugleich als Teil seiner „Show“. Zugleich wird sie mit der Aussage zitiert, Lugner habe Frauen verehrt und sei ein Gentleman gewesen. Sie berichtet, Dekorationen mit Zebra-Motiven von einer Geburtstagstorte Lugners mitgenommen und zu Hause aufbewahrt zu haben und erklärt, sie brauche kein Binnen-I, um zu wissen, dass sie eine Frau sei.

Im Zusammenhang mit dem aktuellen Erbstreit kritisiert Bladsky, dass Simone Lugner im Elternhaus von Jacqueline Lugner wohnen bleiben wolle, und bezeichnet dies als pietätlos. Die Auseinandersetzungen um das Wohnrecht in der Döblinger Villa und das Erbe von Richard Lugner dauern indes an.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.