Ausstellung „Made in Linz“ im Stadtmuseum Nordico
Im Stadtmuseum Nordico in Linz ist die Ausstellung „Made in Linz“ zu sehen. Im Mittelpunkt stehen Produkte und Betriebe der Stadt.
Die Schau zeigt, wie eng Alltagswaren und Unternehmen mit der Entwicklung von Linz verbunden sind. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Wandel des Einkaufsverhaltens und dessen Auswirkungen auf die Städte.
Historische Greißlerei und Alltagsprodukte
Zu den zentralen Exponaten zählt eine originale Greißlerei aus dem Jahr 1913. Das Geschäft stand ursprünglich in der Reindlstraße in Urfahr. Laut Museumsleiterin Andrea Bina wurden dort neben typischen Produkten einer Gemischtwarenhandlung auch Bohnenkaffee und Tee verkauft. Zudem bestand die Möglichkeit, Waren anschreiben zu lassen, wenn Kundinnen oder Kunden nicht sofort bezahlen konnten.
Insgesamt sind in „Made in Linz“ mehr als 115 Produkte zu sehen. Unter den Alltagswaren finden sich etwa Niemetz-Schwedenbomben, Pez-Spender der Firma Haas und Keli-Limonade.
Unternehmen im Wandel der Zeit
Die Ausstellung ist in fünf Räume unterteilt. Sie beleuchtet Unternehmen wie Rosenbauer und Silhouette von der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Zahlreiche Fotos, Videostationen, Modelle und Dokumente präsentieren Menschen, ihre Arbeit und die dahinterstehenden Betriebe.
Vom Tante-Emma-Laden zum Supermarkt
Ein Themenbereich zeigt die Warenwelt ab Beginn der 1950er-Jahre. Dargestellt wird unter anderem, dass mit dem ersten „Konsum“ in Linz das Prinzip der Selbstbedienung eingeführt wurde. Der erste Konsum in der Stadt wurde am 27. Mai 1950 eröffnet. Laut Bildunterschrift handelte es sich dabei um den ersten Supermarkt Österreichs in der Wienerstraße in Linz.
Einkaufen als bewusste Entscheidung
Der Wandel im Einkaufsverhalten ist ein wichtiger Schwerpunkt der Schau. In der Ausstellung wird gezeigt, wie sich dieses Verhalten verändert hat und welche Auswirkungen dies auf die Städte hatte. Museumsleiterin Andrea Bina bezeichnet jeden Einkauf heute als „hochpolitischen Akt“.
Ein Ziel der Ausstellung ist es laut Bina, dass Besucherinnen und Besucher künftig mit einem aufmerksameren Blick für die Wirtschaftsbetriebe durch die Stadt gehen.








