Erste Photovoltaikanlage in Salzburgs Weltkulturerbe-Kernzone – zukunftsträchtiger Siegeszug der Solarenergie oder unsachgemäße Anpassung?
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Erste Photovoltaikanlage in Weltkulturerbe-Kernzone der Salzburger Altstadt

Im Kaiviertel der Salzburger Altstadt entsteht erstmals eine Photovoltaikanlage auf einem Hausdach innerhalb der Weltkulturerbe-Kernzone. Die zuständige Genehmigung wurde kürzlich erteilt.

Parallel dazu befindet sich ein weiteres Photovoltaikprojekt im Bereich der Altstadt kurz vor der Genehmigung. In Hallein ist bereits die erste Photovoltaikanlage auf einem Altstadtdach bewilligt worden.

Anpassung an das historische Stadtbild

Im Kaiviertel ist eine Probefläche mit entspiegelten und passend eingefärbten Photovoltaikmodulen eingerichtet worden. Diese Module fügen sich besser in das historische Stadtbild ein.

Die rechtlichen Bestimmungen für Photovoltaikanlagen in der Salzburger Altstadt haben sich dabei nicht grundsätzlich geändert. Laut Altstadtkommission geht es bei fast einem Drittel der Anfragen zu geplanten Umbauten inzwischen auch um Photovoltaik.

Forderungen nach erleichterter Nutzung

Franz Kok von der Ökostrombörse Salzburg äußert sich kritisch zu hohen Standards, die den Aufwand für die Nutzung von Photovoltaik erhöhen. Er fordert eine Lösung für die Montage von Anlagen auf Blechfalzdächern.

Zudem plädiert Kok für einen Wandel hin zu einer proaktiven Rolle der Behörde bei Beratung und Unterstützung von Photovoltaikprojekten. Ein Höchstgerichtsurteil zu einem Fall in St. Pölten bezeichnet er als Fingerzeig dafür, wie der Verfassungsgerichtshof in ähnlichen Fällen denken könnte.

Städtische Gebäude im Fokus

Die Salzburger Planungsstadträtin Anna Schiester (Grüne Bürgerliste) zeigt sich offen für Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden im Bereich des Weltkulturerbes. Sie kündigt an, Photovoltaik auf städtischen Dächern im Rahmen von Dachsanierungen zu prüfen.

Schiester spricht sich dafür aus, dass die Stadt bei der Nutzung von Photovoltaik als positives Beispiel vorangehen soll. Als Vergleich wird das Wiener Rathaus genannt, das vor etwa zweieinhalb Jahren ein Photovoltaikdach erhalten hat. Das Gebäude ist denkmalgeschützt und liegt in einer Weltkulturerbe-Schutzzone.