Aflatoxin in Mais: Monitoring und Kontrollen in Österreich
Ein Forscherteam der Universität für Bodenkultur hat auf einem Versuchsfeld in Tulln im Mais das Gift Aflatoxin nachgewiesen. Dieser Nachweis wird als erstmalig für Niederösterreich beschrieben.
Die Landwirtschaftskammer bezeichnet den Fund vorerst als Einzelfall. Der Nachweis hat laut Angaben für Aufregung gesorgt.
Umfassendes Monitoring von Mycotoxinen
Die Landwirtschaftskammer führt in Österreich in Zusammenarbeit mit der Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) und mit Unterstützung des Landwirtschaftsministeriums seit vielen Jahren ein Monitoring von giftigen Pilzen bei Mais durch. Die Ergebnisse dieses Monitorings werden auf der Website warndienst.at im Detail dargestellt.
Das Monitoring soll Bäuerinnen und Bauern, Konsumentinnen und Konsumenten sowie Verarbeitern Informationen zur Verfügung stellen. Untersucht werden nach Angaben der Landwirtschaftskammer alle relevanten Mycotoxine bei Mais, darunter auch das Mycotoxin Aflatoxin B1. Das Programm umfasst alle relevanten Anbauregionen mit Proben von Versuchsstandorten und Landwirten.
In den Jahren 2024 und 2025 wurde an keinem der 43 in die Untersuchung einbezogenen Standorte Aflatoxin B1 nachgewiesen. Das Monitoring-Programm soll in den nächsten Jahren fortgesetzt und weiterentwickelt werden.
Einschätzungen zu Sicherheit und Handel
In einer Stellungnahme wird österreichischer Mais für Verarbeiter im Futtermittelbereich sowie für andere Zwecke wie Maisstärkeerzeugung und Zitronensäureerzeugung als sehr sichere Bezugsquelle dargestellt. Laut Landwirtschaftskammer wird Mais, in dem Aflatoxin nachgewiesen wird und dessen Menge den EU-Grenzwert übersteigt, nicht in Verkehr gebracht.
Der Schimmelpilz Aspergillus kommt in sehr heißen Gebieten vermehrt vor und kann das Gift Aflatoxin bilden. Vor diesem Hintergrund verweist der niederösterreichische Landeshauptfrau-Stellvertreter für Umweltschutz, Landwirtschaft und Wissenschaft, Stephan Pernkopf, darauf, dass Österreich europaweit zu den Ländern mit den höchsten Standards bei der Lebensmittelsicherheit zähle.
Pernkopf erklärte weiters, die Entdeckung der Universität für Bodenkultur zeige, dass die Forschungseinrichtungen top seien und Lebensmittel streng kontrolliert würden. Zugleich führte er an, dass man sich bei nach Europa importierten Waren hinsichtlich der Kontrollen nicht so sicher sein könne.








