Eurovision-Sieg Bulgariens: Wien in buntem Jubelrausch
Dieses Thema Freunden empfehlen

Bulgariens ESC-Sieg sorgt in Wien für Jubelstimmung

Der Sieg Bulgariens beim Eurovision Song Contest hat in Wien für ausgelassene Feierlaune gesorgt. Fans zeigten ihre Freude unter anderem im Eurovision Village am Rathausplatz, bei privaten Watchpartys und in einem auf Bulgarien fokussierten Eurofan-Café.

Mit dem Song „Bangaranga“ gewann die bulgarische Sängerin Dara am Samstagabend den Eurovision Song Contest. Es ist der erste ESC-Sieg für Bulgarien.

Feiernde Fans im Eurovision Village

Am Sonntag um 15 Uhr wurde im Eurovision Village am Wiener Rathausplatz „Bangaranga“ gespielt. In den ersten Reihen wurde getanzt und laut mitgesungen, bulgarische Flaggen wurden in die Höhe gehalten.

Zu den angereisten Fans gehörten Philip und Hristo aus Bulgarien, die bereits am Samstag beim Public Viewing in Wien dabei waren. Hristo schildert, sie hätten „geschrien, geweint“ und seien „herumgesprungen“. Die letzten Minuten vor der Entscheidung beschreibt er als kaum auszuhalten, mit pochendem Herz und Zittern.

Philip hebt hervor, es mache ihn besonders stolz, dass Bulgarien sowohl Jury als auch Publikum überzeugt habe. Er freut sich darauf, dass Bulgarien den ESC veranstalten werde, und meint mit Blick auf frühere Bewerbe, Wien habe die Messlatte sehr hoch gelegt. Zugleich sagt er: „Aber Bulgaren können gut feiern.“

Jubel bei privaten Watchpartys

Auch bei einer Watchparty der Schwestern Lubomira und Alexandra, die in Bulgarien geboren sind und seit über 30 Jahren in Österreich leben, wurde der Sieg gefeiert. Beim Verkünden des Erfolgs von Dara sprangen sie aus den Sesseln auf und fielen sich jubelnd in die Arme. Im Anschluss wurden Reisepläne geschmiedet, begleitet vom Ausspruch: „Ihr kommt alle mit nach Sofia!“

Lubomira freut sich darüber, dass Bulgarien zum ersten Mal den ESC gewonnen hat. Sie sieht darin eine Chance für Bulgarien, sich Europa zu präsentieren. Zugleich äußern sie und ihre Schwester Skepsis, ob Bulgarien finanziell in der Lage ist, ein so großes Event auszurichten, und diskutieren mögliche Austragungsorte in Sofia, die sie jedoch wieder als ungeeignet verwerfen.

Reisepläne nach Bulgarien

Die Wiener ESC-Stimmung löste auch konkrete Reiseüberlegungen aus. Susanne berichtet, ein Freund habe direkt nach dem Finale ein Hotel in Sofia gebucht. Gemeinsam mit ihrer Freundin Anna überlegt sie, für den nächsten ESC nach Bulgarien zu reisen.

Susanne und Anna hatten Bulgariens Auftritt bereits live beim Halbfinale gesehen. Susanne sagt, Dara habe dort „einfach performt“. Die Stimmung in der Halle sei anders gewesen als im Fernsehen; als Dara auf die Bühne gekommen sei, sei sofort Partystimmung gewesen, alle seien gesprungen und hätten getanzt. Diese Atmosphäre sei im Fernsehen nicht vollständig rübergekommen. Anna erklärt, Dara sei eine ihrer Favoritinnen gewesen.

Bulgarisches Eurofan-Café als Treffpunkt

Im 6. Wiener Bezirk wurde das „Café phil“ zum Treffpunkt für bulgarische ESC-Anhänger. Das Lokal wird als bulgarisches Eurofan-Café beschrieben, in dem Sängerin Dara gefeiert wurde. Besitzer Jonathan Zilberberg berichtet, das Café sei beim ESC mit bulgarischen Fans „bummvoll“ gewesen.

Im „Café phil“ wurde getanzt, gesungen und gefeiert, viele Besucher kamen mit bulgarischen Flaggen oder Fähnchen. Zum Anstoßen wurde bulgarischer Schnaps gratis ausgeschenkt. Zilberberg betont, es sei schön gewesen zu sehen, wie sich alle für Bulgarien gefreut haben und wie sein Lokal zu einem Treffpunkt für bulgarische Fans geworden ist.