Umfangreicher Polizeieinsatz zum Eurovision Song Contest in Wien
Mit der Eröffnung der Eurovision-Song-Contest-Woche am kommenden Sonntag beginnt in Wien ein sieben Tage dauernder Großeinsatz der Polizei. Während dieser Woche werden täglich mehrere hundert Polizeibeamte im Stadtgebiet eingesetzt.
Die Wiener Polizei bereitet im Zusammenhang mit den Veranstaltungen Platzverbote vor. Laut Landesvizepolizeipräsident Dieter Csefan werden diese voraussichtlich zumindest an den Veranstaltungstagen in Kraft sein.
Sicherheitskonzept rund um die Stadthalle
Für die Veranstaltungen in und um die Stadthalle strebt die Polizei einen Sicherheitsstandard an, der dem an einem internationalen Flughafen entsprechen soll. Rund 16.000 Personen, die in irgendeiner Weise mit dem Eurovision Song Contest in Verbindung stehen, müssen sicherheitspolizeilich überprüft werden.
Zu diesen Personen zählt auch das private Sicherheitspersonal, das unter anderem für die Einlasskontrollen der Besucherinnen und Besucher zuständig ist. Laut Csefan erhält die Polizei Warnmeldungen zu bestimmten Personen und gibt diese an den Veranstalter weiter. Der Veranstalter entscheidet seiner Darstellung nach, ob eine betreffende Person weiterbeschäftigt wird oder nicht.
Es hat bereits einige Warnmeldungen zu Personen im Zusammenhang mit dem Eurovision Song Contest gegeben. Solche Warnmeldungen können unter anderem wegen Vorstrafen oder aufgrund politischer Aktivitäten auftreten. Politische Aktivitäten als Anlass für Warnmeldungen werden von der Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienste überprüft. Csefan zufolge drängt die Polizei bei entsprechend konkreten Warnmeldungen darauf, dass die betreffende Person nicht im Umfeld des Eurovision Song Contest beschäftigt bleibt.
Proteste und Versammlungen
Die Polizei erwartet Protestaktionen hauptsächlich von Pro-Palästina-Aktivisten. Es sind bereits einige Versammlungen im einstelligen Bereich angemeldet. Die Frist für die Anmeldung einer Demonstration oder Kundgebung endet jeweils 48 Stunden vor der Veranstaltung.
Terrorwarnstufe und Flugverbotszone
Die Terrorwarnstufe bleibt auf dem zweithöchsten Level. Csefan spricht von einer latenten Gefahr für Anschläge, betont jedoch, dass es keine konkreten Hinweise gibt.
Um die drei Hauptveranstaltungsorte Stadthalle, Rathausplatz und Prater wurde eine Geozone mit einem Radius von 1,5 Kilometern eingerichtet. Innerhalb dieser Zone besteht ein absolutes Flugverbot, das auch Minidrohnen unter 250 Gramm umfasst. Xenia Zauner, Einsatzkommandantin der Polizei beim Eurovision Song Contest, weist darauf hin, dass es keine gute Idee ist, mit einer Drohne in dieser Geozone zu fliegen.








