Eurovision Song Contest trifft Senioren: Wiener Haus Hetzendorf feiert erfolgreichen Abschluss der ESC-SingAlong-Reihe
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ESC-Senioren-SingAlong im Haus Hetzendorf begeistert zahlreiche Gäste

Im Haus Hetzendorf in Wien-Meidling hat ein ESC-Senioren-SingAlong rund 200 Menschen angezogen. Die Veranstaltung stand thematisch ganz im Zeichen des Eurovision Song Contest.

Der Auftritt im Haus Hetzendorf fand an einem Freitag statt und bildete den Abschluss einer dreiteiligen ESC-SingAlong-Reihe, die der ORF gemeinsam mit den „Häusern zum Leben“ im April organisiert hatte.

Dreiteilige Reihe an drei Standorten

Die „Häuser zum Leben“ stellten für die ESC-SingAlong-Reihe drei Standorte zur Verfügung: Haus Leopoldau, Haus Augarten und Haus Hetzendorf. Das Haus Hetzendorf ist ein Standort der Pensionisten-Wohnhäuser „Häuser zum Leben“.

Für die Veranstaltung im Haus Hetzendorf wurden auch Bewohner aus anderen Häusern der „Häuser zum Leben“ mit organisiertem Transport gebracht. Die Gäste saßen während des Programms an bunt dekorierten Tischen im Saal.

ESC-Klassiker und Chorauftritt

Das Programm des ESC-Senioren-SingAlong wurde von Sängerin Monika Ballwein begleitet und von Eva Pölzl moderiert. Es wurden ESC-Klassiker gesungen, darunter „Ein bisschen Frieden“ von Nicole und „Merci, Chérie“ von Udo Jürgens. Beide Lieder galten im Publikum als Favoriten.

Der hausinterne Chor des Hauses Hetzendorf, der in seiner aktuellen Form seit zwei Jahren besteht, trat mit rund 20 Mitgliedern auf. Der Chor wird von zwei ehrenamtlichen Freiwilligen geleitet, probt oder tritt etwa einmal pro Woche auf und präsentierte sich beim ESC-SingAlong nach Angaben von Chormitglied Richard Steurer erstmals in Uniform mit weißen Hemden und orangem Halstuch. Der Chor trat in Blusen und mit orangenen Halstüchern auf, auch Chormitglied Erika Jirkal trug ein oranges Halstuch.

Während des Auftritts sangen einige Bewohner mit, andere klatschten, manche bewegten sich im Sitzen im Rhythmus. Das ESC-Maskottchen „Auri“ war anwesend und sorgte laut Bildunterschrift für viel Freude bei den Gästen.

Bewohner und Gäste im Mittelpunkt

Die 91-jährige Maria Kendl ist Chormitglied im Haus Hetzendorf und nennt „Ein bisschen Frieden“ und „Merci, Chérie“ als einige ihrer Lieblingslieder. Der 96-jährige Richard Steurer lebt seit 2011 im Haus Hetzendorf und ist ebenfalls Mitglied des hausinternen Chors. Erika Jirkal ist seit etwa einem Dreivierteljahr im Chor aktiv.

Die 72-jährige Regina Stiebsitz nahm mit drei Freundinnen als Publikumsgast teil und berichtet von einer sehr hohen Besucherzahl. Insgesamt waren rund 200 Menschen bei der Veranstaltung anwesend.

Aussagen zur Bedeutung der Veranstaltung

Geschäftsführer Christian Hennefeind vom Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP) verweist auf die große Nachfrage nach dem ESC-SingAlong und betont, die „Häuser zum Leben“ seien für tolle Veranstaltungen bekannt. Er bezeichnet das ESC-SingAlong als besonderen Moment und erklärt, viele Bewohner hätten alle drei Song Contests in Wien miterlebt.

Hausleiterin Anna Freisseis berichtet, der ORF habe sich wegen des ESC-SingAlong an die „Häuser zum Leben“ gewandt. Sie meldete das Haus Hetzendorf für die Reihe an und gibt an, dies auch getan zu haben, um den hausinternen Chor vor den Vorhang zu holen. Sie sagt, der Song Contest verbinde Generationen, und dass es für das Haus Hetzendorf etwas Besonderes sei, wenn die Generation der Bewohner aktiv in den Song Contest eingebunden werde. Zudem erklärt sie, „Musizieren bringt alle zusammen“ und dass solche Veranstaltungen den Bewohnern helfen, an der Gesellschaft teilzunehmen.

Nach Darstellung des KURIER bedeutete der ESC beim Senioren-SingAlong im Haus Hetzendorf für viele Gäste eine Art Zeitreise. Viele der gesungenen Lieder weckten bei den Teilnehmern Erinnerungen.