Richtiger Umgang mit Akkus wichtig
Immer wieder kommt es zu Bränden oder Explosionen im Zusammenhang mit Akkus. Am vergangenen Wochenende musste eine Familie aus Innsbruck in eine Klinik gebracht werden, nachdem der Akku ihres E-Scooters in der Wohnung explodiert war.
Im Zusammenhang mit solchen Vorfällen wird darauf hingewiesen, wie wichtig der richtige Umgang mit akkubetriebenen Geräten ist. In dem Innsbrucker Fall wurde die Wohnung durch die Explosion des Scooter-Akkus zerstört.
Empfehlungen zum Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus
Im Mittelpunkt steht dabei vor allem der Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus. Johannes Pleifer, Mitarbeiter beim Amt für Brandverhütung und seit zwölf Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr Stams tätig, bezeichnet falschen Umgang mit Akkus als häufiges Problem.
Laut Pleifer vertragen Lithium-Ionen-Akkus weder Hitze noch Kälte. Zudem mögen sie es nicht, wenn sie oft herunterfallen oder Schlägen ausgesetzt sind. Stürze oder Schläge können demnach zu inneren Beschädigungen führen, die von außen nicht wahrnehmbar sind.
In solchen Fällen kann es Pleifer zufolge zu Kurzschlüssen und in weiterer Folge zu Bränden in der Batterie kommen. Der dabei verwendete Fachbegriff „Thermal Runaway“ beschreibt ein Ereignis, bei dem die Energie des Akkus plötzlich freigesetzt wird. Das wird oft als Explosion wahrgenommen.
Brandverlauf und Feuerwehreinsätze
Nach Angaben Pleifers verbrennt ein Akku bei einem „Thermal Runaway“ sehr schnell und mit großer Hitze. Dabei werden sehr viele Rauchgase freigesetzt. Ein solcher Brand sei mit Wasser nur schwer bis gar nicht unter Kontrolle zu bringen, bis der Vorgang ausreagiert habe.
Im vergangenen Jahr gab es 25 Feuerwehreinsätze wegen brennender Akkus. Im laufenden Jahr wurden bereits vier Einsätze aufgrund brennender Akkus verzeichnet.
Ratschläge für den Alltag
Pleifer rät davon ab, Billiggeräte aus China im Internet zu bestellen. Wichtig sei außerdem, immer die korrekten Ladegeräte zu verwenden. Haushaltsgeräte mit Akku sollten nach seiner Empfehlung auf nicht brennbaren Unterlagen geladen werden.
Als Beispiel nennt Pleifer, dass ein Smartphone nicht auf der Couch oder im Bett geladen werden sollte. Im Haushalt sind zahlreiche akkubetriebene Geräte im Einsatz, etwa leuchtende Kinderschuhe mit Akkus, Powerbanks, E-Bikes oder elektrische Zahnbürsten.
Menschen werden nach Einschätzung Pleifers lernen müssen, mit Akkus richtig umzugehen.








