Nightliner in Osttirol: Fahrten nach Mitternacht werden eingeschränkt
In Osttirol werden zwei Nightliner-Linien des Verkehrsverbunds Tirol (VVT) ab 1. Mai ihre Fahrten bereits um 0.30 Uhr beenden. Betroffen sind die Nachtlinien 900N und 901N.
Der Verkehrsverbund Tirol gab die Änderung der Betriebszeiten am Dienstag bekannt. Zuvor verkehrten die beiden Linien je nach Strecke bis 4.00 Uhr bzw. 4.30 Uhr.
Verkürzte Betriebszeiten auf den Linien 900N und 901N
Die Nightliner-Linie 900N verkehrt zwischen Lienz und Matrei, die Linie 901N verbindet Sillian über Lienz mit Nikolsdorf. Beide Linien sind an Freitagen, Samstagen sowie vor Feiertagen in den Abend- und Nachtstunden im Einsatz.
Ab 1. Mai enden die Fahrten beider Linien einheitlich um 0.30 Uhr. Nach Mitternacht werden die Nightliner-Linien 900N und 901N vorerst eingestellt.
Begründung mit Vorfällen nach Alkoholkonsum
Der Verkehrsverbund Tirol führt anhaltend unangemessenes Verhalten einzelner Fahrgäste gegenüber anderen Fahrgästen sowie dem Fahrpersonal als Grund für die Maßnahme an. Demnach kam es wiederholt zu Vorfällen mit Personen, die nach übermäßigem Alkoholkonsum im Nightliner massive Verschmutzungen und Schäden an den Bussen verursacht haben sollen.
Laut Verkehrsverbund wurden dadurch andere Fahrgäste und Buslenkerinnen und -lenker gefährdet, zudem seien Sachschäden an den Fahrzeugen entstanden. Solche Vorfälle hätten sich auf beiden Linien regelmäßig nach Mitternacht ereignet. Vor der Entscheidung wurde den Angaben zufolge eine Beobachtungsphase von über zwei Jahren durchgeführt, anschließend sei in Abstimmung mit der Region die Einstellung der Fahrten nach Mitternacht beschlossen worden.
Reaktionen aus Lienz und vom VVT
Die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik (SPÖ) zeigte Verständnis für die Reaktion des Verkehrsverbunds Tirol. Sie erklärte, Ausschreitungen seien so weit gegangen, dass eine Scheibe im Bus zerschlagen worden sei. Man habe zum Schutz anderer Fahrgäste sowie der Buslenkerinnen und Buslenker handeln und Konsequenzen ziehen müssen.
VVT-Geschäftsführer Alexander Jug bedauerte die Entwicklung. Er betonte, dass die Einstellung der Fahrten nach Mitternacht vorerst temporär erfolge. Nach einer sogenannten Cool down-Phase soll die Situation gemeinsam mit der Region evaluiert und neu bewertet werden. Jug erklärte zudem, dass weiterhin Bedarf an einem öffentlichen Nachtangebot bestehe und dass nun auch jene Fahrgäste die Folgen tragen, die sich korrekt verhalten.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








