Fahrradbande in Wien zerschlagen: Gericht verhängt mehrjährige Haftstrafen
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Strafprozess wegen gewerbsmäßigen Fahrraddiebstahls in Wien: Haftstrafen verhängt

Am Wiener Landesgericht sind zwei junge Männer wegen gewerbsmäßigen schweren Diebstahls von Fahrrädern verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Den Angeklagten im Alter von 26 und 19 Jahren wurden zahlreiche Diebstähle von Fahrrädern in Wien zur Last gelegt, die sich im Zeitraum von Dezember 2025 bis Januar 2026 ereignet haben sollen.

Vorwürfe und Tatvorgehen

Beide Angeklagte sind geständig und unbescholtene serbische Staatsbürger, die in Österreich leben. Ihnen wird gewerbsmäßiger schwerer Diebstahl vorgeworfen. Die Männer sollen Fahrradräume aufgebrochen und Fahrradschlösser mit einem Bolzenschneider geöffnet haben.

Im Dezember unternahmen die beiden laut Verhandlung einen gemeinsamen größeren Beutezug, danach trennten sich ihre Wege. Bei einem im Verfahren behandelten Termin wurden sechs gestohlene Fahrräder zwischen den Angeklagten aufgeteilt.

Dem 26-jährigen Erstangeklagten wird vorgeworfen, Fahrräder im Wert von mindestens 5.700 Euro gestohlen zu haben. Er gibt an, ungefähr 20 Fahrräder gestohlen und diese über die Plattformen Willhaben und Facebook Marketplace verkauft zu haben, zu Preisen zwischen 150 und 200 Euro pro Rad. Laut Gerichtsverhandlung handelte es sich bei einigen der entwendeten Räder um teure Markenfahrräder.

Dem 19-jährigen Zweitangeklagten wird vorgeworfen, Fahrräder im Wert von mindestens 5.000 Euro gestohlen zu haben. Er spricht von circa zehn gestohlenen Rädern. Nach seinen Angaben überließ er die Fahrräder einem Mann, der sie nach Serbien brachte.

Weitere Vorwürfe gegen die Angeklagten

Dem 26-jährigen Angeklagten wird zusätzlich vorgeworfen, fremde Kennzeichen auf sein eigenes Auto montiert sowie Radklammern entfernt zu haben. Er erklärte im Gerichtssaal, er wolle sein Leben wieder in Ordnung bringen und sich bei den Betroffenen entschuldigen. Außerdem gab er an, seine Lebensgefährtin habe nicht gewusst, dass er arbeitslos sei und kein Einkommen habe.

Der 19-jährige Angeklagte bekennt sich nur teilweise schuldig. Er beantwortete Fragen laut Verhandlung nur knapp und zeigte Erinnerungslücken. Sein Verteidiger führte dieses Auftreten auf eine Überforderung mit der Verhandlungssituation zurück. Der junge Mann lebte bis vor einigen Monaten in Serbien und kam nach Wien, um bei seiner Lebensgefährtin und dem gemeinsamen Kind zu sein. Er erklärte, er habe „Probleme“ gehabt und „musste das machen“ und äußerte als Zukunftswunsch, einen normalen Job zu haben und mit seiner Familie in Wien zu leben.

Dem 19-Jährigen wird darüber hinaus vorgeworfen, sich fremder Kennzeichen bemächtigt zu haben. In Bezug auf diese Kennzeichen geriet er laut Verhandlung in Widersprüche. Im Verlauf der Verhandlung wurde deutlich, dass er Schulden bei dem Mann hatte, dem er die gestohlenen Fahrräder überließ.

Urteil und Kontext

Das Gericht verhängte über den 26-jährigen Erstangeklagten eine Freiheitsstrafe von 22 Monaten, davon vier Monate unbedingt. Der 19-jährige Zweitangeklagte erhielt 18 Monate bedingte Haft. Beide Strafen sind nicht rechtskräftig.

Im Jahr 2024 wurden in Wien insgesamt 7.009 Fahrräder gestohlen. Für die Jahre 2025 und 2026 liegen in diesem Zusammenhang noch keine Zahlen zu Fahrraddiebstählen in Wien vor.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.