Fastenkrippen in Vorarlberg: Seltene Kunstwerke zur Osterzeit
In Vorarlberg rücken zu Ostern neben den bekannten Weihnachtskrippen zunehmend auch Fasten- und Osterkrippen in den Blick. Diese figürlichen Darstellungen des Leidens, Sterbens und der Auferstehung Jesu Christi gelten als vergleichsweise wenig verbreitete Tradition.
Osterkrippen, die auch Fastenkrippen oder Passionskrippen genannt werden, werden meist zwischen Palmsonntag und Ostern aufgestellt. Sie sind selbst in Kirchen deutlich seltener zu sehen als Weihnachtskrippen.
Tradition mit Wurzeln im Mittelalter
Die Tradition der Fastenkrippen reicht bis zu den sogenannten Heiligen Gräbern zurück, die es seit dem Mittelalter in vielen Pfarrkirchen gibt. Besonders im 18. und 19. Jahrhundert waren Osterkrippen sehr beliebt. In dieser Zeit konnten viele Menschen weder lesen noch schreiben, weshalb die Krippenfiguren die Ereignisse der Osterwoche bildlich näherbringen sollten.
Damals wurden die Figuren mancher Osterkrippen teils lebensgroß gestaltet. Solche lebensgroßen Darstellungen fanden vor allem in Kirchen oder an öffentlichen Plätzen Aufstellung. Fastenkrippen veranschaulichen meist Szenen wie den Einzug in Jerusalem, das letzte Abendmahl, die Kreuzigung und die Auferstehung. Im Unterschied zur Weihnachtskrippe fehlen bei der Osterkrippe zum Beispiel der Ochse und der Esel.
Krippenbau in Vorarlberg im Aufschwung
In Vorarlberg hat der Krippenbau in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Nach Angaben von Johannes Nöbl, Geschäftsführer des Landeskrippenverbandes Vorarlberg, gibt es derzeit 25 Orts- und Gebietsvereine für Krippenbau.
Vor Ostern werden keine eigenen Kurse speziell für Osterkrippen angeboten. Viele dieser Krippen entstehen im Rahmen von Herbst-Kursen, in denen als Szenen unter anderem das Abendmahl, die Kreuzigung oder der Ölberg gewählt werden.
Besondere Fastenkrippen in Lauterach und Dornbirn
Im Kloster in Lauterach befindet sich eine besondere Fastenkrippe. Mit ihr soll die Bibel lebendig gemacht werden. Gefertigt wurde sie vom Krippenverein Hard, der dafür knapp ein Jahr intensiv gearbeitet hat. Die Fastenkrippe zeigt verschiedene Stationen des Leidensweges Christi und gilt allein schon wegen ihrer Größe als beeindruckend für Besucherinnen und Besucher.
Im Krippenmuseum in Dornbirn ist eine etwa neun Quadratmeter große Fastenkrippe zu sehen, die von Johannes Nöbl zum Besuch empfohlen wird. Das Museum ist ab 1. Mai wieder geöffnet.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








