Stadtvertretung Feldkirch beschließt Rechnungsabschluss 2025
Die Stadtvertretung Feldkirch hat am Dienstagabend den Rechnungsabschluss für das Jahr 2025 angenommen. Der Stadthaushalt weist dabei ein deutlich negatives Ergebnis aus.
Die Stadt erwirtschaftete 2025 ein operatives Minus von 3,7 Millionen Euro. Insgesamt verzeichnete Feldkirch im vergangenen Jahr ein negatives Ergebnis von 28,3 Millionen Euro.
Die Einnahmen der Stadt beliefen sich 2025 auf 121,7 Millionen Euro, den Auszahlungen von 149,9 Millionen Euro gegenüberstanden. Zur Deckung des Gesamthaushaltes war eine Fremdfinanzierung in Höhe von 32 Millionen Euro erforderlich.
Einschätzungen aus Stadtregierung
Bürgermeister Manfred Rädler (ÖVP) bezeichnet die finanzielle Situation der Stadt als besorgniserregend. Er verweist darauf, dass die operative Gebarung mit 3,7 Millionen Euro negativ ist und dass für die Tilgung von Schulden von rund vier Millionen Euro Geld fehlt. Sowohl Investitionen als auch ein Teil der laufenden Kosten müssten über Kredite gedeckt werden.
Finanzstadtrat Wolfgang Flach (ÖVP) hebt die Nettotransferleistungen an das Land als kritischen Faktor für das Budget hervor. Diese betrugen im Vorjahr 27 Millionen Euro und lagen damit um zehn Prozent höher als im Jahr zuvor. Nach seinen Angaben wird inzwischen fast ein Viertel der Auszahlungen der operativen Gebarung an das Land überwiesen.
Besonders hohe Steigerungen sieht Flach beim Sozialfonds und bei der Abgangsdeckung der Krankenhausanstalten. Die Höhe der Nettotransferleistungen schränke den Handlungsspielraum der Stadt jedes Jahr weiter ein.
Investitionen und Konsolidierungsprogramm
Im Jahr vor der aktuellen Berichterstattung investierte Feldkirch rund 15,7 Millionen Euro in den Bau von drei neuen Kinderbetreuungseinrichtungen. In den Schulbereich flossen rund 5,7 Millionen Euro. Zudem wurden 2,2 Millionen Euro in den Neubau des Altstoffsammelzentrums und 1,1 Millionen Euro in den Fuhrpark der Feuerwehren investiert. Für Gemeindestraßen, Innenstadtsanierung und Hochwasserschutz wurden 3,4 Millionen Euro aufgewendet.
Die Stadt hat im Vorjahr ein umfassendes Programm zur Haushaltskonsolidierung gestartet. Ziel ist, den Stadthaushalt bis 2030 zu sanieren. Durch strukturelle Maßnahmen und Einsparungen soll erreicht werden, dass der laufende Betrieb wieder aus eigenen Mitteln finanziert werden kann.
Bürgermeister Rädler kündigt an, dass die Konsolidierungsmaßnahmen Auswirkungen auf die Bevölkerung haben werden. Er bezeichnet sie als unumgänglich, um die langfristige Investitionstätigkeit der Stadt wiederherzustellen.
Forderungen der Opposition
NEOS-Stadtvertreter Mathias Gehrer fordert eine Konsolidierung der städtischen Finanzen. Aus seiner Sicht soll sich die Stadt auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und die Prioritäten neu ordnen.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








