Neuer Postbus-Shuttle „Wörthersee Nord“ startet in drei Kärntner Gemeinden
In Kärnten wird das Angebot an flexiblen Shuttlediensten ausgebaut. Postbus erweitert seinen Mikro-öffentlichen Verkehr ab 2. Mai 2026 auf die Gemeinden Pörtschach, Techelsberg und Velden.
Damit werden in Kärnten künftig in fast 80 Gemeinden flexible Shuttledienste angeboten. Das neue Angebot in den drei Wörthersee-Gemeinden firmiert unter dem Namen Postbus Shuttle „Wörthersee Nord“.
Barrierefreies Angebot mit dichter Haltestellenstruktur
Der Postbus Shuttle „Wörthersee Nord“ wird nach Angaben der Verantwortlichen barrierefrei geführt und ist unkompliziert buchbar. In Pörtschach, Techelsberg und Velden werden dafür 300 Haltepunkte eingerichtet, die in der Regel fußläufig in maximal 300 Metern erreichbar sein sollen.
Laut Tibor Jermendy, Mikro-ÖV-Leiter von Postbus, ist der Shuttle so gestaltet, dass er auch von Menschen genutzt werden kann, die nicht zu Fuß gehen können. Personen mit Mobilitätseinschränkung können demnach bei den Gemeinden eine Hausabholung beantragen; bei Genehmigung werden sie zu Hause abgeholt und direkt zum Zielort gebracht. Die Haltepunkte seien so gesetzt, dass sämtliche Infrastruktureinrichtungen in den Gemeinden angebunden sind.
Betriebszeiten, Buchung und Durchführung
Ab 2. Mai 2026 verkehrt der Postbus Shuttle „Wörthersee Nord“ montags bis freitags zwischen 7:00 und 18:00 Uhr sowie samstags zwischen 8:00 und 15:00 Uhr. Der Shuttle fährt nach Vorbestellung gemeindeübergreifend und wird von einer regionalen Taxiunternehmerin durchgeführt. Die Shuttles sind im Schnitt binnen einer halben Stunde verfügbar.
Buchungen sind telefonisch unter der Nummer 0800 80 88 08 sowie über eine Postbus-App möglich. Zusätzlich kann der Dienst über die ÖBB-App „Wegfinder“ reserviert werden. Betriebe wie Hotels oder Arztpraxen können Fahrten für Patienten, Kunden und Gäste über eine eigene Plattform organisieren.
Tarife, Finanzierung und Einbindung in den Verkehr
Eine Fahrt mit dem Shuttle kostet den üblichen Zonentarif zuzüglich eines Zuschlags von 2 Euro. Das Projekt ist für drei Jahre mit jährlichen Kosten von 260.000 Euro veranschlagt. Davon trägt das Land 200.000 Euro pro Jahr, den verbleibenden Teil finanzieren der Verkehrsverbund und die beteiligten Gemeinden.
Der Mikro-öffentliche Verkehr mit Ruftaxis wird als Angebot beschrieben, um auch ohne eigenes Auto mobil zu sein. Mobilitätsreferent Sebastian Schuschnig (ÖVP) betont, das Angebot solle den bestehenden Linienverkehr ergänzen. Die Gemeinden hoffen mit Blick auf den Tourismus auf eine Ausweitung der Shuttlezeiten auch am Wochenende.
Die Bürgermeisterinnen Margit Heissenberger und Silvia Häusl-Benz sowie Bürgermeister Johann Koban bezeichneten den Start des Shuttles als Freudentag für ihre Gemeinden.








