Flughafen Graz: Geplante Routenänderung trifft auf Widerstand in Umlandgemeinden
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Geplante Änderung von Flugrouten am Flughafen Graz sorgt für Reaktionen in Gemeinden

Die Austro Control erwägt neue Flugrouten über dem Flughafen Graz. Ziel der geplanten Änderungen ist nach Angaben des Unternehmens die Verkürzung der Flugwege und die Senkung des CO2-Ausstoßes.

Zusätzlich sollen die Anpassungen betriebsintern die Sicherheit der Flugverkehrslenkung verbessern. Nach Einschätzung von Markus Pohanka von der Austro Control spricht insbesondere die Verkürzung der Flugwege für eine Änderung der Routen.

Pohanka zufolge würde eine Neuregelung der Flugrouten Gemeinden weiter südlich des Flughafens Graz entlasten. In umliegenden Gemeinden regen sich jedoch Bedenken wegen möglicher Auswirkungen auf die Anrainer.

Bürgermeister mehrerer betroffener Gemeinden, darunter Stefan Helmreich aus Lieboch, äußern Sorgen über einen erwarteten Anstieg des Fluglärms. Helmreich weist darauf hin, dass Flugzeuge in niedriger Flughöhe über die Gemeindegebiete von Premstätten, Lieboch, Haselsdorf und Söding fliegen müssten.

Nach derzeitigen Einschätzungen könnten rund 20.000 Menschen von einer Lärmbelastung durch die geplanten Flugrouten betroffen sein. In Premstätten bereitet die Gemeindeführung eine formale Reaktion vor.

Der Bürgermeister von Premstätten, Matthias Pokorn, ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, bis zum 1. Mai Stellungnahmen zur geplanten Flugroutenänderung einzureichen. Er betont, dass Lärmschutz für die Lebensqualität wichtig sei, und kündigt an, dass die Gemeinde Premstätten Einwände gegen die Pläne einbringen wird.

Die Bevölkerung ist aufgerufen, bis zum 1. Mai Rückmeldungen zu übermitteln. Die Austro Control ist verpflichtet, alle eingegangenen Stellungnahmen zu prüfen, bevor eine endgültige Entscheidung über die Änderung der Flugrouten getroffen wird.