Flughafen Wien trotzt Passagierschwund: Gewinnzuwachs markiert positiven Jahresstart 2026
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Flughafen Wien steigert Gewinn trotz leicht rückläufiger Passagierzahlen

Der Flughafen Wien ist mit einem Ergebnisplus in das Jahr 2026 gestartet. Gewinn und Umsatz legten im ersten Quartal zu, während das Passagieraufkommen am Standort Wien leicht zurückging.

Die Flughafen-Wien-Gruppe mit den Standorten Wien, Malta und Kosice verzeichnete hingegen insgesamt mehr Fluggäste und hält an ihrer Ergebnisprognose für das Gesamtjahr fest.

Gewinn- und Umsatzplus zum Jahresauftakt

Der Gewinn des Flughafen Wien stieg zum Jahresauftakt 2026 um 5,3 Prozent auf 42 Millionen Euro. Der Umsatz erhöhte sich um 6,1 Prozent auf 239,6 Millionen Euro.

In der gesamten Flughafen-Wien-Gruppe legte das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) im ersten Quartal 2026 um 8,2 Prozent auf 87,9 Millionen Euro zu. Der Umsatz der Gruppe soll im Jahr 2026 unverändert 1,05 Milliarden Euro erreichen, beim Nettoergebnis wird weiterhin mit 210 Millionen Euro gerechnet.

Vorstand Günther Ofner bezeichnete das erste Quartal 2026 für die Flughafen-Wien-Gruppe als gut verlaufen. Nach seinen Angaben wirkt sich das Sparprogramm der Gruppe positiv aus.

Unterschiedliche Verkehrsentwicklung an den Standorten

Am Flughafen Wien-Schwechat sank das Passagieraufkommen von Jänner bis April 2026 um 1,5 Prozent. Die Flughafen-Wien-Gruppe mit den Airports Wien, Malta und Kosice verzeichnete im gleichen Zeitraum beim Passagieraufkommen ein Plus von 2,9 Prozent.

Für das gesamte Jahr 2026 erwartet die Flughafen-Wien-Gruppe insgesamt 41,5 Millionen Reisende. Am Standort Wien werden rund 30 Millionen Fluggäste erwartet, was einem merklichen Rückgang zum Vorjahr entspricht.

Ofner zufolge belasten der Wegfall von Niedrig-Preis-Angeboten am Standort Wien das Passagieraufkommen. Zudem sorgen nach seinen Angaben die Kriege im Nahen Osten und der Ukraine für Unsicherheiten und Ausfälle.

Ausblick und Verkehrsentwicklung

Vorstand Julian Jäger erklärte, die Verkehrsentwicklung verlaufe trotz der Krise im Nahen und Mittleren Osten wie erwartet. Nach seinen Angaben steigen die Fluggastzahlen in Malta und Kosice weiter, während sich das Passagieraufkommen in Wien seit April 2026 rückläufig entwickelt.

Für Wien müsse auch in den nächsten Monaten mit einem rückläufigen Passagieraufkommen gerechnet werden, so Jäger. In Wien ist die Reduktion des Flugangebots in Folge der Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine deutlich spürbar.

Die Flughafen-Wien-Gruppe plant, bis 2030 insgesamt 1,5 Milliarden Euro in Wien und Malta zu investieren.

Sommerflugplan mit rund 200 Destinationen

Im Sommer 2026 werden vom Flughafen Wien aus rund 200 Destinationen angeflogen. Austrian Airlines bieten Verbindungen zu mehr als 120 Reisezielen an, Ryanair steuert 73 Destinationen in Europa an.

Seit April 2026 fliegt China Eastern Airlines erstmals direkt von Wien nach Xi’an in China. Zudem werden neue Verbindungen von Wien nach Amman durch Royal Jordanian, nach Maskat im Oman durch SalamAir sowie nach Cluj-Napoca in Rumänien durch AnimaWings aufgenommen.