Generalsanierung der Wiener Nordbrücke ab 2027: Verkehrsumleitung und neue Erreichbarkeitsroute für Radfahrer und Fußgänger
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Nordbrücke in Wien: Generalsanierung ab 2027 und neue Route für Rad- und Fußverkehr

Die Wiener Nordbrücke, eine vierspurige Verkehrsdrehscheibe aus den frühen 1960er-Jahren, wird ab 2027 generalsaniert. Während der gesamten Bauzeit sollen auf der Brücke zwei Fahrspuren je Fahrtrichtung aufrechterhalten bleiben.

Für Radfahrer und Fußgänger ist während der Sanierung eine Verlagerung auf die Floridsdorfer Brücke vorgesehen. Der bisher gemeinsam genutzte Steinitzsteg neben der Nordbrücke wird vorübergehend für den Kfz-Verkehr eingesetzt.

Verkehrsführung während der Bauarbeiten

Über die Nordbrücke fahren derzeit rund 110.000 Fahrzeuge pro Tag. Die letzte Sanierung liegt mehr als 30 Jahre zurück. Die Information über den geplanten Beginn der Generalsanierung im Jahr 2027 ist seit Ende 2024 bekannt.

Bei einem Medientermin zur Sanierung nahmen unter anderem Mobilitätsstadträtin Ulli Sima und Asfinag-Geschäftsführer Andreas Fromm teil. Der Steinitzsteg, der bisher dem Rad- und Fußverkehr diente, soll während der Arbeiten zwei Fahrspuren in Richtung Floridsdorf aufnehmen. Ab 2028 wird der Steinitzsteg für Radfahrer und Fußgänger gesperrt und für zwei Fahrstreifen Richtung Floridsdorf geöffnet.

In der ersten Bauphase von 2028 bis 2029 werden die zwei Fahrstreifen in Fahrtrichtung Brigittenau auf der Nordbrücke auf die Gegenfahrbahn verlegt. In der zweiten Bauphase von 2030 bis 2031 wird die gegenüberliegende Brückenhälfte saniert. Die Bauarbeiten sollen planmäßig Ende 2031 abgeschlossen sein.

Ausweichroute über die Floridsdorfer Brücke

Während der Generalsanierung müssen Radfahrer und Fußgänger auf die Floridsdorfer Brücke ausweichen. Dies soll ab 2028 gelten, wenn der Steinitzsteg für den Rad- und Fußverkehr gesperrt wird.

Für die Ausweichroute werden zwei baulich getrennte Zweirichtungsradwege neu errichtet. Einer dieser Radwege soll im 20. Bezirk über die Adalbert-Stifter-Straße an die Floridsdorfer Brücke anschließen, der andere im 21. Bezirk über die Floridsdorfer Hauptstraße. Die neuen Radwege sollen die Ausweichroute an das bestehende Radwegenetz anbinden und auch nach Abschluss der Sanierung bestehen bleiben.

Die Errichtung der neuen Radwege sowie vorbereitende Arbeiten am Steinitzsteg sollen 2027 beginnen. Laut Wiens Radverkehrsbeauftragtem Martin Blum bedeutet die Route über die Floridsdorfer Brücke für Radfahrer im Durchschnitt eine zusätzliche Fahrtzeit von rund 2,5 Minuten.

Geprüfte Varianten und Kostenrahmen

Mehrere Varianten für die Führung des Rad- und Fußverkehrs während der Sanierung wurden geprüft. Eine Möglichkeit sah vor, den Steinitzsteg so zu verbreitern, dass er gleichzeitig Kfz-Verkehr sowie Rad- und Fußverkehr aufnehmen kann. Diese Variante käme einem Neubau gleich, da der Steinitzsteg mehrere Barrieren überwinden muss, darunter die sechsspurige Donauufer-Autobahn A22, die Neue Donau, den von der Schifffahrt genutzten Donau-Hauptstrom sowie die Gleise der Donauufer-Bahn. Ein Neubau würde laut Angaben mit Kosten von 70 bis 90 Millionen Euro verbunden sein.

Auch eine Pontonbrücke sowie eine Fährverbindung wurden als mögliche Lösungen geprüft, jedoch verworfen. Laut Wolfgang Strenn, Leiter der MA 29, stellt die Route über die Floridsdorfer Brücke die beste Alternative dar.

Laut Asfinag-Geschäftsführer Andreas Fromm stehen die genauen Kosten des Projekts noch nicht fest, da sich das Projekt in der Vergabephase befindet. Die Finanzierung soll je zur Hälfte von der Stadt Wien und von der Asfinag getragen werden.

Reaktionen der Grünen

Die Grünen kritisieren die gewählte Ersatzroute über die Floridsdorfer Brücke. Aus Sicht des Grünen-Mobilitätssprechers Kilian Stark ist die Floridsdorfer Brücke keine gleichwertige Lösung.

Stark verweist darauf, dass die Stadt nach Kritik im Vorjahr eine hochwertige Alternativroute versprochen habe. Er bemängelt, dass Radfahrer und Fußgänger große Umwege in Kauf nehmen müssten, während der Autoverkehr möglichst reibungslos umgeleitet werde.

Nach Abschluss der Bauarbeiten Ende 2031 soll der Steinitzsteg wieder als Geh- und Radweg genutzt werden können.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.